"Jauchzet und jubelt!"

Sie ist eine mobile Allwetterorgel und gilt als typisch evangelisch. Und wie gut die Posaune zum Kirchensonntag Jubilate passt, erlebten die Königsteiner live.

Stimmgewaltig und beeindruckend waren die Posaunenbläser des gesamten evangelischen Dekanates Sulzbach-Rosenberg. Sie gestalteten am Sonntag den Gottesdienst in St. Georg.

Jubilate bedeutet übersetzt soviel wie "Jauchzet und jubelt". Und gejubelt haben die vielen Instrumente zur Ehre Gottes. Bezirksposaunenchorleiter Kai Berendes dirigierte den Chor, Ingrid Lehnerer las das Evangelium, und Dr. Ulrich Siebenbürger übernahm die Fürbitten.

Pfarrer Konrad Schornbaum predigte über das Wort Jesu: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben." So wie der Weinstock mit den Reben, blieben auch die Christus ein Leben lang mit ihm verbunden, betonte der Geistliche.

Nach dem Gottesdienst gab es ein Standkonzert auf dem Königsteiner Marktplatz. Kurt Lehnerer dirigierte den Chor dabei und führte durchs Programm. Der Posaunenchor, erklärte er, sei ein wichtiger Bereich im Gemeindeleben, etwas typisch deutsches und evangelisches. Rund 1900 Bläser gibt es in Bayern. Allein im Sulzbach-Rosenberger Dekanatsbezirk existieren 15 Posaunenchöre.

Sie gaben eine bunte Mischung aus ihrem Repertoire zum Besten, von Volksliedern über Gospels und Spirituals bis hin zu Chorälen und Kirchenliedern. Auch Tänze aus der Barockzeit sowie Stücke von Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt waren zu hören. Lehnerer bezeichnete die Posaunen als "mobile Allwetterorgeln". Bei Gottesdiensten im Freien ersetzen sie die schwere Orgel und das Harmonium.
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