"Jede Stimme ist wichtig"

Zweite Vorsitzende Brigitta Bernklau (rechts) zeichnete zusammen mit Adolf Gassner (Fünfter von rechts) und Bürgermeister Edgar Knobloch (Dritter von links) langjährige Mitglieder aus. Bild: rgr

Der Männergesangverein 1890 mit gemischtem Chor zieht Bilanz: Mit vielen Auftritten hat das Ensemble das gesellschaftliche Leben bereichert. Bei der Generalversammlung holten die Verantwortlichen Ehrungen nach.

Grafenwöhr. (rgr) Für das Engagement des Chors fand Bürgermeister Edgar Knobloch lobende Worte. Als Schirmherr hatte er aber eher wenig zu tun. Zur Generalversammlung am Mittwochabend begrüßte zweite Vorsitzende Brigitta Bernklau die Sänger, Ehrenvorstand Konrad Daubenmerkl, Ehrenmitglied Horst Böhm, Bürgermeister Edgar Knobloch und den Kreisgeschäftsführer der Sängergruppe Nordoberpfalz Adolf Gassner.

Sie blickte zurück auf das vergangene Jahr, in dem der Chor mit Auftritten bei der Seniorenadventfeier des Frauenbundes, bei den Seniorenheimen in Gmünd und St. Sebastian, im Silvestergottesdienst, beim "Tag der Heimat" und beim Volkstrauertag vertreten war. Der MGV organisierte auch wieder das traditionelle Weihnachtssingen und -musizieren in der Mariä-Himmelfahrtskirche und war dort auch selbst aktiv. Organisiert hatten die Verantwortlichen auch wieder den Auftritt des Don-Kosaken-Chores sowie das Familienkonzert mit Siegfried Fietz. Bei letzterem waren auch gemeinsame Liedbeiträge zu hören.

Freude am Singen

"Wir besuchten auch die Chortage der Sängergruppe Nordoberpfalz in Pleystein und in Kümmersbruck und gratulierten zu den runden und halbrunden Geburtstagen der Mitglieder", informierte Bernklau. Chorleiter Bernhard Greiner erinnerte an den Mariä-Himmelfahrtstag: Weil es keinen Kirchenchor mehr gibt, hatte der Chor bei der Messe Marienlieder und am Nachmittag bei der Andacht gesungen. Die Aufgabe des Chorleiters war es, Freude am Singen zu vermitteln und Auftritte vorzubereiten. Schließlich solle der Chor in der Öffentlichkeit gut dastehen.

"Dazu ist Übungsfleiß notwendig. Die Einstellung, dass einmal bei der Probe fehlen nichts ausmachen wird, sollte gar nicht erst aufkommen, denn jede Stimme ist wichtig", betonte Greiner. Er ging auch auf den Fietz-Gottesdienst im Oktober ein. Seinen Dank richtete er an Johanna und Christian Baumann, die den MGV mit Violine und Keyboard unterstützten.

Angeborenes Talent

"Zum 125-jährigen Jubiläum hat Monsignore Karl Wohlgut ein Buch über den MGV geschrieben, das sehr interessant ist", sagte Bürgermeister Knobloch, der zugleich Schirmherr ist. Er bezeichnete es als "Ironie des Schicksals", dass Franz Meier im Jahr 1914 "Oh die Kanone" gesungen hat und als erster im Weltkrieg gefallen ist. Knobloch erinnerte auch an das einstige Vereinslokal "Zum Adler", das es auch jetzt wieder gibt. Somit werde die Altstadt wiederbelebt. "Das Fietz-Konzert war einmalig", lobte Knobloch. Damit sei dem MGV ein Coup gelungen. Wer nicht da war, habe etwas verpasst. "Danke für die kulturellen Beiträge. Der Männergesangverein steht nach außen sehr gut da. Weiter so", lobte der Schirmherr.

"Das Singen kann man nicht erlernen, das ist angeboren", meinte Adolf Gassner. "Geselligkeit und frohe Stunden gehören dazu. Viel Erfolg und Harmonie" wünschte er.

50 Jahre Mitglied

Er übernahm mit Bernklau und Edgar die Ehrungen langjähriger Mitglieder vor. Ausgezeichnet wurden: Adolf Flor (50 Jahre), Emil Harrer und Bernd Lorenz (40 Jahre), Agnes Keck, Irmgard Schindler, Ingeborg Stopfer und Elfriede Suttner (25 Jahre) und Rudolf Haupt (10 Jahre). Abschließend bedankte sich die stellvertretende Vorsitzende bei Monsignore Karl Wohlgut für das Verfassen des Buches, Konrad Daubenmerkl, Horst Böhm, Bürgermeister Edgar Knobloch, Stadtpfarrer Bernhard Müller, der Liedertafel Eschenbach und der Sparkasse für die Spende.
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