Jeder Christ ein Missionar

Die Volksmission 2015 soll unvergessen bleiben. Missionsleiter Pater Martin Baranowski befestigte die Erinnerungstafel am Missionskreuz im Garten des Pfarrhofes.

"Wir haben Erbauliches erlebt und Gutes gespürt", merkte Pater Martin Baranowski an. Und Stadtpfarrer Thomas Jeschner urteilte: "Die Veranstaltungen haben den Pfarrangehörigen viel gegeben." Am Ende der Gemeindemission zogen beide positive Bilanz. "Die Mission hat bestätigt, dass die Pfarrgemeinde lebt."

Im Zeichen der Neuevangelisierung, zu der Papst Franziskus jeden Christen aufruft, hatte die Pfarrgemeinde in Absprache mit der Diözesanleitung die Gläubigen eingeladen, "das Feuer neu in den Herzen zu entfachen".

Besonders durch die zahlreichen Begegnungen und die Unterbringung vieler junger Leute in Gastfamilien seien Verständnis und Freundschaften entstanden, die auch über die Tage der Mission hinaus anhalten werden. Darin waren sich die Veranstalter einig. Die Patres Martin Baranowski, William Webster und Fergus O'Caroll sowie fünf Ordensbrüder der Legionäre Christi und 64 Jugendliche der Apostolats-Bewegung "Regnum Christi" aus ganz Deutschland hatten sich mit Unterstützung der kirchlichen Gremien vor Ort eingebracht, um das dichte Programm zu bewältigen.

Über 600 Mahlzeiten

Über 200 Übernachtungen - zum Teil im Sportheim des SCE, zum Teil in Gastfamilien - registrierte Brigitte Metzner, die Sprecherin des Pfarrgemeinderats. Bekocht wurden die Gäste von Elisabeth Hartwanger und ihren Helfern. Das Team um die Mesnerin verteilte über 600 Mahlzeiten.

Zu den Höhepunkten der Pfarrmission zählten das von jungen Leuten der Gemeinschaft "Regnum Christi" gestaltete Passionsspiel am Karfreitag sowie die Eröffnungsveranstaltungen mit Gottesdienst, Seniorennachmittag und Impulsvorträgen für Erwachsene und Jugendliche (wir berichteten). "Ich denke, dass dieses Angebot den Glauben für unsere Pfarrangehörigen auch ein Stück erlebbarer gemacht haben", bilanzierte Stadtpfarrer Thomas Jeschner. Zu diesen "Erlebnissen" zählte er auch die Besuche der Ordensleute und Jugendlichen im Kindergarten, im BRK-Seniorenheim und im Haus St. Laurentius sowie den Kinderbibeltag und die Mitgestaltung der Gottesdienste an den Kartagen.

Positiv bewertete Missionsleiter Pater Martin Baranowski auch die Hausbesuche und Haustürgespräche. Sich für die Menschen Zeit zu nehmen, zu den Veranstaltungen einzuladen und für die Missionsgottesdienste Gebetsanliegen zu sammeln, nannte er als Hauptziele der Besuche. "Am wichtigsten waren jedoch Begegnung und Gespräch."

Es sei zu einem offenen, freundlichen Gedankenaustausch gekommen, berichtete er. Auch kritischen Fragen bezüglich der Biografie des Ordensgründers und zur Leitlinie der Legionäre Christi, Zeugen des Glaubens zu sein, hätten sich die Ordensleute gestellt, betonte Baranowski.

Bild der Aufbruchstimmung

In seiner Schlusspredigt bekräftigte er nochmals den Erfolg der Gemeindemission: "Viele Gläubige haben das Evangelium neu entdeckt." Und: "Wenn Christus zum Zentrum des Handelns wird, hat die Mission ihren Zweck erfüllt." Der Pater appellierte an die Gläubigen, den gelegten Samen zu nutzen, sich in die Gesellschaft einzubringen, Freundschaften zu suchen und sich in gegenseitiger Wertschätzung für Andere einzubringen. Dann sei jeder Christ Missionar.

Stadtpfarrer Thomas Jeschner zeichnete in seiner Bilanz das Bild der Aufbruchstimmung in einer lebendigen Ortskirche. Verbunden damit war ein Dank an alle Einsatzkräfte und Kümmerer des "Eschenbacher Katholikentags".
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.