Jeder Einzelfall ist klar belegt

In den Medien wurde das Thema Hüft-und Knie-Endoprothetik zuletzt eher kritisch beurteilt. Uns interessierte die Meinung des Chefarztes. Dr. Lesczynski hat dazu eine klare Ansicht: "Die Krankenhäuser wurden hier teils unter Generalverdacht gestellt, aus ökonomischen Erwägungen medizinisch nicht notwendige Operationen durchzuführen. Solche pauschale Behauptungen entbehren jeder Grundlage. Es ist unfair, den ganzen Berufsstand über einen Kamm zu scheren und ihm Geldgier zu unterstellen." Durchs Zertifizierungsverfahren für das EPZ könne man in jedem Einzelfall belegen, dass die Operation notwendig und unvermeidbar war.

Stichwort Zertifizierung: Verbessert sich die Behandlungsqualität durch eine Zertifizierung tatsächlich oder ist das nur ein bürokratisches Monster? Roland Ganzmann weist darauf hin, dass das Kommunalunternehmen sich vor einigen Jahren ja grundsätzlich entschieden hat, sich von ständigen Systemzertifizierungen abzuwenden und deshalb 2010 der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) beigetreten ist.

"Die angestrebte Zertifizierung zum EPZ ist nun aber keine Kehrtwende, sondern passt sehr gut zum Fokus Behandlungsqualität. Zum Beispiel werden alle endoprothetischen Eingriffe am Computer geplant und das Implantat vorab mit einem digitalen Röntgenbild in Übereinstimmung gebracht." (ge)
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