Jeder Handgriff sitzt

Die Retter holten den Verletzten aus dem Unfallauto. Vor allem die jungen Feuerwehrmänner sollten den Ablauf einüben. Bild: sml

Die Erinnerungen an den Horrorcrash auf der A 93 bei Mitterteich sind noch frisch. So ein schwerer Unfall geht nicht nur den Angehörigen nah, sondern auch den Einsatzkräften von BRK, Polizei und Feuerwehr.

Windischeschenbach. (sml) Bei einem schweren Unfall muss der Retter einen klaren Kopf bewahren, um professionelle Hilfe leisten zu können. Deshalb sind die ehrenamtlichen Hilfskräfte stets damit beschäftigt, sich in ihrer Freizeit aus- und weiterzubilden.

Die Feuerwehr Windischeschenbach, die Feuerwehr Naabdemmenreuth, die Helfer vor Ort (HvO) sowie die BRK-Bereitschaft Windischeschenbach stellten sich auf dem Übubngsgelände beim Bohrtorm einem ähnlichen Szenario wie auf der A 93. Zwei Autos waren zusammengestoßen. Es galt eine eingeklemmte Personen zu retten.

Bei dieser Übung legte Einsatzleiter und stellvertretender Kommandant Andreas Forster Wert darauf, dass die jungen Männer, die erst kürzlich von der Jugendfeuerwehr zur aktiven Truppe übergetretenen waren, selbst mit Hand anlegten. Mit schwerem Gerät, dem Rettungsspreitzer und Schere mussten die Helfer unter Anleitung der erfahrenen Kameraden die Unfallautos öffnen und die Insassen retten. Hierbei stellte der Nachwuchs schnell fest, dass dies für ein Knochenjob ist und welche Kräfte walten. Forster lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit von Jung und Alt. Diese Übung zeigt, wie wichtig es ist, die Jugendlichen an die Aufgaben heranzuführen. "Auch die alten Hasen haben einmal klein angefangen und mussten alles lernen. Jetzt ist es Zeit, das Wissen und die Erfahrung in der Praxis weiterzugeben", sagte Forster.

Schon in seiner früheren Gemeinde in Wackersdorf war der neue Stadtpfarrer Hubert Bartel aktives Feuerwehrmitglied. Dass er dies auch in Zukunft nicht einstellt, bewies er gleich, indem er während der Übung als Seelsorger fungierte. Gerade bei Großschadensereignissen mit schweren Verletzten und auch Toten ist der geistliche Beistand wichtig.

Hilfe beim Verarbeiten

Vor allem, wenn Angehörige den Unfallort aufsuchen oder Verletzte Personen aufgrund ihres Schocks orientierungslos sind. Der Seelsorger steht auch den Hilfskräfte zur Seite, das Erlebte zu verarbeiten.

Der Einsatzleiter Rettungsdienst Rüdiger Ubrig lobte die schnelle Rettung und Übergabe der verletzten Personen. Die Opfer wurden in sehr realistischer Zeit von ihren Autos befreit. Besonderer Dank galt auch den Unfallstatisten von der BRK-Bereitschaftsjugend und der Jugendfeuerwehr Windischeschenbach sowie der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) für das Schminken der Mimen.
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