Jedes "Kikeriki" zählt

Auf durchschnittlich bis zu 1,5 Kräher pro Minute brachten es die tierischen Teilnehmer beim Hahnenwettkrähen der Tremmersdorfer Kleintierzüchter. Thomas Edl (Zweiter von links) überreichte den Besitzern der Sieger-Gockel - (von links) Jessica Müller, Sonja Müller, Klaus Lingl, Sarah Lang, Luis Lottes und Adrian Lang - jeweils eine Medaille. Bild: edo

18 Gockel krähten um die Wette. Was für jeden Arbeitnehmer, der am siebten Tag der Woche sein Schlafdefizit ausgleichen oder damit für die nächsten Tage in Vorleistung gehen möchte, das ultimative Schreckensszenario darstellt, bescherte den Kleintierzüchtern ein volles Haus.

Groß und Klein warteten bei dem alljährlichen Spektakel in der Vereinshalle gespannt darauf, welcher Hahn in der vorgegebenen Zeitspanne von 20 Minuten am häufigsten das charakteristische Geräusch von sich geben würde. Überwacht wurde der Wettkampf von fünf Schiedsrichtern.

Es zeigte sich, dass die weiblichen Besitzer ihre Tiere am besten im Griff hatten. So brachte es der stolze Gockel von Sonja Müller auf 30 gewertete Kräher - er machte also alle 40 Sekunden den Schnabel auf. Nicht viel weniger - 26 Mal - schaffte der Hahn von Sarah Lang. Auf Platz drei schrie sich knapp dahinter der Gockel von Luis Lottes mit 25 Wertungen.

Und dann waren da noch die Zwerggockel, die in einer separaten Kategorie antraten. Adrian Langs Winzling beeindruckte die Besucher mit 21 Krähern, Jessica Müllers Zwerghahn schaffte 18 und der von Klaus Lingl immerhin 16. Die Besitzer der Tiere erhielten jeweils eine Medaille.

Besonders ins Auge fielen unter den tierischen Wettbewerbsteilnehmern die Vertreter der Rasse Seidenhuhn. "Die sehen aus wie überdimensionale Wattebällchen, wenn sie im Garten herumlaufen", sagte ein Besitzer. Eine weitere Besonderheit sei das Fleisch, das "richtig schwarz ist, aber geschmacklich einwandfrei." Den Kochtopf musste aber kein Hahn fürchten.

Beim herzhaften Mittagessen sowie bei Kaffee und Kuchen saßen Gäste und Züchter bis spät in den Nachmittag hinein zusammen. Vorsitzender Josef Kaufmann und Ausstellungsleiter Alex Böhm waren äußerst zufrieden mit der Resonanz.
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