Jedes Rennen aufs Podest

Alois Gmeiner schiebt an: Der Schönkircher war erneut erfolgreich. Bild: hfz

Sechs Rennen, sechs Podestplätze, drei davon ganz oben: Skilangläufer Alois Gmeiner blickt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Der Höhepunkt war für den 64-jährigen Schönkircher die Teilnahme am Vasa-Lauf in Schweden.

Schönkirch. (gb) Mit 64 Jahren ist für Alois Gmeiner noch lange nicht Schluss mit Sport. Das ganze Jahre über ist er fast täglich unterwegs - im Sommer mit dem Rad oder auf Rollski und im Winter auf Langlauf-Brettern auf den hervorragend präparierten Loipen auf der Silberhütte. Der Athlet des SV Schönkirch, der in der klassischen Technik läuft und überwiegend den Doppelstock-Schub einsetzt, ist auf lange Distanzen spezialisiert. In den vergangenen sieben Wochen absolvierte er sechs Rennen, jeweils zwei in Deutschland, Österreich und Schweden. Und die Erfolge können sich sehen lassen: drei Siege, ein zweiter und zwei dritte Plätze in seiner Altersklasse. Gmeiner läuft in der AK 61, in Schweden wird er in der AK 65 geführt.

Das erste Rennen war für Gmeiner am 18. Januar der Dolomiten-Lauf im österreichischen Obertillach über 42 Kilometer. "Die Verhältnisse waren sehr schwierig, während des Laufes gab es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee", berichtete Gmeiner, der mit 2:42:01 Stunden unter 459 Teilnehmern Gesamtplatz 80 und in der AK 61 (78 Starter) Rang drei belegte. Den ersten Sieg feierte er zwei Wochen später beim König-Ludwig-Lauf in Oberammergau über 46 Kilometer. Von 100 Startern in der AK 61 war Gmeiner in 2:36:31 Stunden der Schnellste, in der Gesamtwertung bedeutete diese Zeit Rang 182 unter 1400 Teilnehmern. "Das Wetter, die Loipe, hier hat alles bestens gepasst", blickt der Schönkircher zurück.

Auch beim Koasa-Lauf über 50 Kilometer in St. Johann in Österreich herrschten beste Verhältnisse. Bei strahlendem Sonnenschein lief Gmeiner nach 2:47:04 Stunden als Gesamt-37. unter 229 Startern ins Ziel, das war Rang zwei in seiner Altersklasse (24 Teilnehmer). Es folgte der Rennsteig-Lauf in Oberhof, bei dem der 64-Jährige seinen zweiten Sieg feierte. Über 30 Kilometer benötigte Gmeiner 1:42:23 Stunden. Das bedeutete Rang eins in der AK 61 (19 Teilnehmer) und Gesamtplatz 40 (300 Teilnehmer).

Der Saisonhöhepunkt war Anfang März ein zehntägiger Aufenthalt in Schweden, mit dem Vasa-Lauf über 90 Kilometer zum Abschluss. Zuvor startete Gmeiner sehr erfolgreich beim "HalvVasan" über die halbe Distanz (45 km). Als Sieger der AK 65 ließ er in 2:24:07 Stunden 225 Konkurrenten hinter sich, in der Gesamtwertung bedeutete das unter 5606 Startern Rang 52. "Aufgrund der guten Zeit konnte ich mich für den Vasa-Lauf von der dritten in die zweite Startgruppe verbessern", freute sich der Stiftländer.

Der Vasa-Lauf ist für Gmeiner von der Attraktivität her die "absolute Nummer eins". 15 353 Skilangläufer gingen auf die 90-km-Strecke von Sälen nach Mora. Allerdings war das Rennen, das Gmeiner als "Wasserlauf" bezeichnete, durch widrige Verhältnisse beeinträchtigt. "Immer wieder war Wasser in den Spuren, die Temperaturen lagen beim Start bei plus vier und im Ziel bei plus acht Grad." Der Schönkircher ließ sich aber nicht beirren und absolvierte die Strecke in 5:51:31 Stunden als 1200. der Gesamtwertung. In der AK 65 (350 Starter) wurde er Dritter. "Nur ein Norweger und ein Schwede waren schneller", berichtete Gmeiner.

Nach der Saison ist für Gmeiner vor der Saison: Jetzt wird man ihn wieder vier- bis fünfmal pro Woche auf der Straße und bei Wintereinbruch viermal wöchentlich auf der Silberhütte sehen. Ende November plant er eine zehntägige Vorbereitung in Finnland. Sein Winterprogramm wird ähnlich wie heuer sein. "Ich konzentriere mich auf World- und Euro-Loppets über lange Strecken. Aber nicht mehr als zehn Läufe."
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