Jerusalem.
Kulturnotizen 8000 Jahre altes Olivenöl entdeckt

(KNA) Israelische Archäologen haben Reste von 8000 Jahre altem Olivenöl gefunden. Es sei der "früheste Beleg für die Nutzung von Olivenöl im Land und vielleicht im ganzen Mittelmeerraum", teilte die Israelische Antikenbehörde IAA in Jerusalem mit. Den Angaben zufolge hatten Experten bei Grabungen zwischen 2011 und 2013 im nordisraelischen Ein Zippori rund 20 Tongefäße geborgen. Eine chemische Analyse des Inhalts ergab, dass es sich um Olivenöl handelte. Das Alter von zweien der Gefäße wurden von den Forschern auf 5 800 vor Christus datiert.

Magazin-Thema "30 Jahre Krieg"

Regensburg. Das aktuelle Magazin "Bayerische Archäologie" (8,90 Euro, Pustet-Verlag) befasst sich mit dem Thema "30 Jahre Krieg". Der Dreißigjährige Krieg ist ein lang andauernder, grausamer Kampf um politische Macht, Vorherrschaft einer Dynastie und nicht zuletzt um die wahre Religion. Aber die größten Leiden muss das einfache Volk durch mordende und plündernde Söldnerhaufen erdulden. Neue Erkenntnisse zu diesem gigantischen Krieg kann zunehmend die Archäologie gewinnen - durch die Ausgrabung von Festungsanlagen wie in Ingolstadt, die Spuren einer Belagerung wie in Pappenheim und die Schlachtfeldarchäologie.

Archäologen finden 7000 Jahre altes Dorf

Kirchheim unter Teck.(dpa) Archäologen haben in Kirchheim unter Teck (Baden-Württemberg) eines der frühesten Dörfer des Südwestens ausgegraben. Die Siedlung stamme aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrtausends vor Christus, wie Grabungsleiter Jörg Bofinger vom Landesamt für Denkmalpflege mitteilte. Mit rund 25 000 Quadratmetern handeltes sich auch um die bislang größte jungsteinzeitliche Siedlung, die je in dieser Region gefunden wurde. In den Lehmhütten dürften vor mehr als 7000 Jahren bis zu 100 Menschen gelebt haben.

Hafenanlage der Römer in Bonn

Bonn.(KNA) In Bonn hat es nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse antike Hafenanlagen gegeben. Ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt erbrachte Belege dafür, dass die Römer auch im Rheinland eifrig die natürlichen Wasserwege nutzten, um möglichst einfach ihre Siedlungen mit Waren und Truppen zu versorgen, wie die Uni Bonn am Montag mitteilte.

So fanden die Wissenschaftler am Brassertufer nahe der Bonner Innenstadt Hinweise auf eine römische Anlandestelle, die sich am südlichen Rand der zum Legionslager gehörenden Lagervorstadt befand. Zweifellos habe es im Umkreis von Bonn weitere Schiffs- und Bootsanlandestellen gegeben. Die Existenz eines direkt am linksrheinischen Legionslager vermuteten Hafens werde noch geprüft, es gebe aber erste Hinweise darauf.
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