Jetzt auf Liga konzentrieren

Mit allen Mitteln wehrte sich der TSV Tännesberg gegen das Pokal-Aus, musste sich am Ende aber der SpVgg Pfreimd 3:4 geschlagen geben. Hier können die TSV-Spieler Sebastian Winderl und Johannes Stahl das Abspiel des Pfreimders Maximilian Schreyer nicht verhindern. Bild: Eger

Abgehakt: Die SpVgg SV Weiden konzentriert sich nach der 0:2-Pokalniederlage auf den nächsten Knaller in der Bayernliga. Der FC Amberg fiebert der Auslosung für die nächste Runde entgegen. Wunschgegner hat Trainer Timo Rost keinen.

Weiden/Amberg. (eg) Dienstagabend, kurz vor 21 Uhr am Wasserwerk. Schlusspfiff in der Totopokal-Begegnung der SpVgg SV Weiden gegen den FC Amberg. Die Gäste aus der Vilsstadt verlassen jubelnd als Sieger den Platz. Junior Torunarigha (14.) und Marco Wiedmann (56.) haben den Regionalligisten mit dem 2:0 in die nächste Runde geschossen. "Wir sind sehr zufrieden über das Weiterkommen", sagt Ambergs Trainer Timo Rost. 90 Minuten habe seine Mannschaft konzentriert und engagiert gespielt. Der Coach bemängelt allerdings die Chancenauswertung. "In der zweiten Hälfte hätten wir das dritte und vierte Tor machen müssen."

Über seinen ersten Treffer für die Amberger freute sich Junior Torunarigha. "Ich war aufgeregt", sagt der 25 Jahre alte Angreifer, der erst Ende Juli zur Mannschaft stieß. Er habe seinen Trainingsrückstand aufgeholt und hoffe, dass das Torschießen in der Regionalliga weiter geht.

Abgehakt hat am Morgen danach Tomás Galásek das Pokalderby. "Sicher, sind wir enttäuscht, denn wir hatten uns mehr erwartet", sagt der Weidener Trainer. "Aber wir schauen jetzt nach vorne." Nach vorne ist bereits am Freitag, wenn es in der Bayernliga zuhause gegen den ASV Burglengenfeld geht. "Da müssen wir drei Punkte holen", fordert Galásek. Zunächst ist aber für seine Mannschaft Regeneration angesagt. "Es wird nicht einfach, aber die Jungs sind heiß auf das Spiel am Freitag und wollen richtig Gas geben."

Das war auch der Plan für das Pokalspiel, aber der Weidener Trainer ist Realist. "Die Amberger waren ein ganz starker Gegner. Sie haben gezeigt, dass sie weiter kommen wollen. Der Sieg ist verdient." Philipp Kaufmann, kommissarischer Sportvorstand bei der Spielvereinigung sieht das auch so: "Man hat den Klassenunterschied bemerkt. Wir können mit dem 0:2 zufrieden sein. Momentan sind wir nur eine mittelstarke Mannschaft in der Bayernliga."

An der Leistung des Teams gebe es allerdings nichts auszusetzen. Das sei dabei, sich ständig weiterzuentwickeln, und das brauche Zeit. "Ich habe Vertrauen in die Mannschaft und den Trainer", sagt Kaufmann. "Wenn das Problem Tore schießen behoben ist, und Ralph Egeter und Christoph Hegenbart erst mal wieder explodieren, dann läuft es auch. Ich will wissen, was am Ende der Saison ist. Nur das zählt."

Die Amberger wollen natürlich schon wissen, was am Wochenende passiert, denn da wird der nächste Gegner ausgelost. Eine zusätzlichen Belastung ist der Pokal für den FC-Coach nicht. Er habe genügend Leute und jetzt im Spiel gegen Weiden habe er auf verschiedenen Position umstellen können, ohne Qualitätsverlust. "Wunschgegner habe ich keinen", erklärt Rost. "Unser Ziel ist diesmal, soweit wie möglich zu kommen." Auch Angreifer Junior Torunarigha gibt sich kämpferisch: "Jetzt kann jeder kommen."
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