Jetzt dirigiert Erwin Rühr

Ein Problem, das inzwischen viele Vereine haben, beschäftigt auch die Florianssänger: Ihnen fehlt der Nachwuchs. Dabei hätten sie ein gutes Argument für Neuzugänge - Singen fördert die Gesundheit.

Das Thema kam bei der Jahreshauptversammlung zur Sprache. Ihr war ein Gottesdienst zu Ehren der verstorbenen Mitglieder in der Pfarrkirche vorausgegangen, den die Sänger musikalisch gestalteten.

Chorleiterin hört auf

In der anschließenden Zusammenkunft im Vereinsgasthaus Schenk wurde deutlich, dass der Verein dringend Nachwuchs braucht. Er lädt alle, die Lust zum Singen haben, ein, sich den Florianssängern anzuschließen. Deren Vorsitzender lockte mit dem Hinweis, dass Singen gesundheitsfördernd sei, ein positives Lebensgefühl verleihe und die geistliche Beweglichkeit fördere. Eine Veränderung im Verein wurde ebenfalls kurz angesprochen, allerdings blieben die Hintergründe im Dunklen. Vorsitzender Hans Thiem informierte die Mitglieder: "Im gegenseitigen Einvernehmen trennten sich die Floriansänger von ihrer Dirigentin Evelin Payer. Wir bedanken uns für ihren einjährigen Einsatz."

Das Amt des Dirigenten übernimmt nun Erwin Rühr. Er ist Gründungsmitglied der Floriansänger, versteht laut Thiem etwas von der Tonkunst und ist ein begabter Musiker. Über das Vertrauen, das ihm seine Sangesbrüder entgegenbringen, habe sich Rühr gefreut, sagte Thiem. Trotz seines höheren Alters habe sich Rühr für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt, damit die Floriansänger noch lange zum Michelfelder Kulturkreis gehören, betonte der Vorsitzende. Unterstützt werde der neue Chorleiter von Isabella Beyer, die bei den Proben die Töne am Keyboard beisteuert und bei den kirchlichen Auftritten die Orgel spielt.

Im Übrigen blickten die Sänger auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Neben 38 Auftritten absolvierten sie 35 Proben, die nicht nur zum Einstudieren der Lieder, sondern auch für die Schulung der verschiedenen Stimmlagen erforderlich sind. Auftritte gab es im kirchlichen und weltlichen Bereich. Im Angebot waren auch eigene Veranstaltungen wie Wirtshaussingen oder das Adventskonzert in einem überfüllten Gotteshaus. Unterwegs waren die Sänger auch beim Hochzeitssingen. Mit einem Ständchen verabschiedeten sie Pfarrer Kurian Chackupurackal.

Mitgestaltet hat der Chor das Jubiläum der Feuerwehr Michelfeld und Festlichkeiten der Stadt Auerbach. Auftritte hatten sie in Sulzbach-Rosenberg und am Mariahilfberg in Amberg. Bei zwei Ausflügen gestalteten die Floriansänger ebenfalls die Gottesdienste. Für dieses Jahr sind schon wieder einige Einsätze geplant. Geben wird es wieder den Volksmusikabend und auch einige Maiandachten gestaltet der Männnerchor. Im Terminkalender steht zudem ein Messe-Singen bei Pfarrer Hans Eisend in Schnaittach.

Mehr Gemeinsamkeit

Vorsitzender Hans Thiem plädierte bei der Hauptversammlung für mehr Gemeinschaft: "Wir wollen zukünftig alles zusammen besprechen und jeder sollte seine Meinung sagen." Erfreulich sei, dass die Aufträge zugenommen haben. Stress, der eventuell auch das Familienleben belaste, sollte aber vermieden werden.

Dies bedeute, dass die Termine künftig gut überdacht werden, kündigte Thime an. Auf keinen Fall sollte die Gemütlichkeit, die auch ein Markenzeichen der Floriansänger sei, in den Hintergrund treten. Kassier Hans Gramß bescheinigten die Prüfer Willi Birkmann und Kurt Speckner ordentliche Arbeit. Allgemeine Berichte gab es vom 2. Vorsitzenden und Sachwart Karl Merkel sowie von Schriftführer Albin Schäfczuk.
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