Jetzt geht's um alles für den SV

Thomas Kick (rechts) wurde vergangenes Jahr noch mit den Wasserfreunden Spandau deutscher Meister. Ab Donnerstag kämpft er mit "seinen" Weidenern um den Klassenerhalt in der ersten Liga. Bild: G. Büttner

Mehr als zehn Jahre erste Bundesliga stehen auf dem Spiel: Die Wasserballer des SV Weiden stehen in den kommenden Tagen vor den wichtigsten Spielen der jüngeren Vereinsgeschichte.

Weiden. (prg) Am Donnerstag um 16 Uhr beginnt der alles entscheidende Abstiegskampf für die Wasserballer des Schwimmvereins Weiden. In der play-down-Serie der Deutschen Wasserball-Liga, die im Modus Best-of-5 gespielt wird, müssen die Oberpfälzer den Aufsteiger SpVg Laatzen besiegen, wenn sie nächstes Jahr wieder der Bundesliga angehören wollen. Das wird allerdings sehr schwer, denn aufgrund der schlechteren Platzierung in der Vorrunde müssten die Weidener im entscheidenden fünften Spiel auswärts antreten. Die Spiele 2 und 3 gehen am Samstag und Sonntag in Laatzen über die Bühne. Wenn weitere Spiele erforderlich sind, werden sie am 23. Mai in Weiden (16 Uhr) und am 30. Mai auswärts stattfinden.

Die Wodarz-Schützlinge hoffen auf rege Zuschauerunterstützung, verzichten auf das Eintrittsgeld und versprechen noch ein Freibier für jeden Besucher hinzu. Wenn alles nach Plan läuft, wird auch eine Zusatztribüne installiert. "Unsere Anhänger haben uns schon so oft nach vorne gepuscht. Wir hoffen, sie lassen uns auch jetzt nicht im Stich, denn wir brauchen jede Unterstützung so sehr wie noch nie zuvor", beschreibt Abteilungsleiter Irek Luczak die Lage, "So schwierig wie jetzt hatten wir es wahrscheinlich noch nie in der Bundesliga. Ich hoffe, die Mannschaft hat den Ernst der Lage erkannt und schafft es, die optimale Leistung abzurufen."

Wie es aussieht, kann Trainer Gerhard Wodarz - im Gegensatz zum bisherigen Saisonverlauf - aus dem Vollen schöpfen, ihm stehen alle Leistungsträger zur Verfügung. Torwart Vladimir Srajer und Jakob Ströll haben noch etwas Trainingsrückstand, sie wollen aber jede Übungseinheit nutzen, um ihre Leistungen von Spiel zu Spiel zu steigern. Wenn die Verteidigung stabil steht und im Angriff mehr Druck aufgebaut wird, als in der jüngsten Vergangenheit, sind die Weidener auf jeden Fall in der Lage, die Serie für sich zu entscheiden. Wichtig wäre auch die mentale Verfassung der Truppe. In dieser Nerven raubenden Serie spielt die Psyche eine sehr wichtige Rolle. An der Erfahrung des Teams sollte es auf jeden Fall nicht scheitern, die meisten der Weidener Spieler haben schon etliche schwere Serien hinter sich und dürften die Situation gut einschätzen können.

SV: Tor: Vladimir Srajer, Matthias Kreiner; Feld: Thomas Aigner, Stefan Kick, Michael Trottmann, Thomas Kick, Andras Langmar, Nikolaj Neumann, Stephan Schirdewahn, Louis Brunner, Andras Jahn, Sean Ryder, Jakob Ströll, Alex Schäfer (?)
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