Jetzt ist Sparen angesagt

Mit dem neuen Pfarrheim sind alle zufrieden. Das war während des Baus nicht immer so. Zu Arbeitseinsätzen meldeten sich nicht gerade viele Freiwillige. Mit einer Ausnahme.

Das sind die Frauen, die sich beim Putzen Verdienste erworben haben. Kirchenpfleger Karl Bauer sprach in der Versammlung von einem gelungenen Spagat zwischen Möglichkeiten, Notwendigkeiten, Wünschen, Sinnvollem und Erlaubtem. Dies hätten auch hochrangige Gäste lobend bestätigt.

Das Heim habe sich bereits wegen der kurzen Wege bewährt, sagte Bauer. Die Hausordnung sei an das Muster der Diözese angelehnt. Soweit bis heute erkennbar - Rechnungen stehen noch aus - könnten die Kosten ziemlich eingehalten werden.

Hätten sich allerdings mehr Menschen an Arbeitsdiensten beteiligt, hätte man die Kosten niedriger halten können. Dennoch gab sich Bauer versöhnlich: Er dankte allen, die zum schönen Erlebnis der Einweihung beigetragen hatten. Auch die Spender fanden Erwähnung. Für die Feuerwehrzufahrt habe die Gemeinde indes ursprünglich eine viel bessere Ausführung zugesagt.

Weniger Kinder und Geld

Die Belegungszahlen im Kindergarten zwangen ab September zur Reduzierung der Arbeitszeiten um 25 Prozent. Damit verbunden war auch weniger Gehalt. Inzwischen hätten sich wieder neue Kinder angemeldet und dadurch eine teilweise Anhebung der Dienstzeiten ermöglicht, erklärte der Kirchenpfleger.

"Wir wollen jedenfalls alles tun für den Erhalt des Kindergartens am Ort." Bauer nannte auch Arbeitseinsätze wie das Streichen des Glockenstuhls und der Kirchentüren sowie das Ausweißen der Garage. Harald Fehlner nehme mit seinem handwerklichen Geschick viele Dinge in die Hand. Auf Initiative von Hermann Neubauer habe Sophia Nachreiner die Internetseite der Pfarrei toll gestaltet. Deren Vater stellte die neue Homepage vor.

Als unproblematisch und harmonisch bezeichnete Bauer die Zusammenarbeit in der Friedhofverwaltung mit den Vertretern der evangelischen Gemeinde. Die angekündigten Tröge seien unterwegs. Das Kirchgeld erbrachte 2013 eine Steigerung um fast 700 auf knapp 3400 Euro. Heuer seien bislang 180 Zahlungen mit rund 2500 Euro eingegangen, informierte Bauer. Nahezu gleich geblieben seien die Kollekte und Spenden mit 24 000 Euro.

Bitte mithelfen

Andererseits machten sich die rückläufigen Gottesdienstbesucherzahlen langsam stark bemerkbar, verdeutlichte Bauer in der drastischen Abnahme der normalen Kollekte von 9300 auf 7600 Euro. Er führte die Personalkosten mit 21 000 Euro für Mesner, Pfarrsekretärin, Reinigungskräfte, Hausmeister, Kirchenmusik und die Energiekosten mit 16 000 Euro an. "Darum bitte ich alle, sparsam mit Strom und Heizung umzugehen."

Als eine der nächsten Aufgaben kündigte der Kirchenpfleger die Umstellung der Beleuchtung in der Kirche an. Schließlich erinnerte er an die Verantwortung jedes Einzelnen, "denn wir sind weiterhin auf freiwillige Leistungen und Dienste angewiesen".
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