"Jetzt zeitgemäß aufgestellt"

Sie drückten gemeinsam den Startknopf: Von links Bürgermeister Joachim Neuß, Dipl.-Ing. Tobias Haimerl und Dipl.-Ing. Herbert Goth. Bild: swt

Jetzt ist die letzte große Abwassermaßnahme im Gemeindebereich beendet. Mit dem einfachem Umlegen eines Schalters wurde am Freitagvormittag der Ortsteil Ohrenbach offiziell an das Abwassersystem der Stadt Auerbach angeschlossen.

Bürgermeister Joachim Neuß, Dipl.-Ing. Herbert Goth von der Firma Gauff-Ingenieure und Dipl.-Ing. Tobias Haimerl, Geschäftsführer der Baufirma, die den dritten Bauabschnitt ausführte, drückten an der unscheinbaren Pumpstation am Ortsausgang Ohrenbach die Schalter. Nun wird das Abwasser in die Kläranlage nach Auerbach gepumpt.

2008 begann die erste Planung, die Genehmigung kam im April 2009, Baubeginn war 2011. Die Gesamtkosten lagen bei 2,5 Millionen Euro. Bauabschnitt I kostete 278 000 Euro, der zweite 680 000 Euro, der letzte schlug nun mit 1,5 Millionen zu Buche. Insgesamt blieb man aber 200 000 Euro unter den ursprünglich veranschlagten 2,7 Millionen, "ein Erfolg trotz galoppierender Baupreise", so der Rathauschef weiter.

2,7 Kilometer Leitung

Das sind die Eckdaten der letzten großen Abwasserinvestition, die die Stadt Auerbach getätigt hat. Mit dem sogenannten Spülbohrverfahren wurde die Druckleitung unterirdisch nach Ohrenbach verlegt, insgesamt 2,7 Kilometer fließt das Abwasser in diesen Leitungen, bis es in der Kläranlage Auerbach ankommt.

Letzte ausführende Firma war Haimerl-Bau aus Viechtach, die mit dem Bauabschnitt 3 vor einer großen Herausforderung standen. 68 Hausanschlüsse mussten durch massives Felsgestein gebohrt werden. 236 Einwohner profitieren nun von diesem letzten Bauabschnitt.

Die Abschnitte I und II hatten die Firmen Ochs und Kollmer übernommen. Sogenannte Freispiegelkanäle wurden angelegt. Seit gut 20 Jahren habe sich die Stadt mit der Abwassersanierung und dem Kanalanschluss der verschiedenen Ortsteile beschäftigt, unter anderem Zogenreuth angeschlossen und die Kläranlagen Auerbach und Michelfeld saniert, bilanzierte Neuß.

"Mit einer Quote von 96 Prozent sind Auerbach und seine Ortsteile nun zeitgemäß und hervorragend aufgestellt." Immense Summen seien investiert worden. "Der Stadtrat freut sich nun, dass Geld für andere Investitionen frei wird." Bürgermeister Joachim Neuß dankte den Firmen und Planungsbüros für die gute Zusammenarbeit. Er verwies auch auf die große Geduld der Anwohner, die in den vier Jahren Bauzeit einiges aushalten mussten.

In diesem Zusammenhang betonte er vor allem die gute Unterstützung und Einbürgerung der Arbeiter, die zum Teil zum Mittagessen oder zum Grillen bei den Anwohnern eingeladen waren.

Alle Wege erneuern

"Ich selber sehe manche Maßnahme erst, wenn sie fertig ist, ich habe ein gutes Team vor Ort," so Neuß weiter, der damit Bauamtsleiterin Margit Ebner und Bauhofchef Matthias Regn meinte. Auch die Mitarbeiter des städtischen Kläranlagen seien sehr kooperativ gewesen. Mittlerweile hat sich der Stadtrat dafür entschieden, alle Wege in Ohrenbach zu erneuern und wieder herzustellen.
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