Johanna Franz seit einem halben Jahrhundert Bedienung im Gasthof Blei in Altglashütte
"Wie in einer großen Familie"

Gerlinde und Hans Heinig überreichten Johanna Franz zum Jubiläum ein kleines Präsent. Von links Herbert Franz, Gerlinde Heinig, Johanna Franz und Hans Heinig. Bild: bir
Als Johanna Franz aus Tirschenreuth vor genau 50 Jahren im Jahre 1964 zur "Kirwa" das erste Mal im Gasthof Blei auf der Altglashütte bediente, hätte sie nie gedacht, dass daraus diese lange Zeit, ein halbes Jahrhundert, werden sollte. Jetzt mit 78 Jahren blickt sie an ihrem Jubiläum gerne auf diese langen Jahre zurück. Und sie erinnert sich zum einen an viele schöne, aber auch an stressige Momente.

"Früher in den 60er Jahren hat mich mein Chef sogar von Tirschenreuth abgeholt und dann auch wieder nach Hause gebracht, egal wie spät es war", erinnert sich Johanna Franz an Walter Heinig. Denn ein Auto hatten sie und ihr Ehemann Herbert erst ab 1968. Seither fährt er Johanna zur Arbeit und steht auch selbst hinter der Theke, wenn er bei Stoßzeiten und am Wochenende im Gasthof mit aushilft.

Vor allem zwischen den 60er und den 80er Jahren seien während der Woche noch viele Pensionsgäste im Haus gewesen. "Auch Busse mit Urlaubern sind damals gerne auf die Altglashütte gekommen." Auch an Weihnachten und Silvester seien viele Gäste im Lokal gewesen. "Einen Ruhetag gab es zu der Zeit nicht, es war durchgehend geöffnet." Deshalb sei es früher schon mal vorkommen, dass Johanna Franz ihrem Ehemann das Mittagessen an den Zaun seiner Firma gehängt hat und nach Altglashütte gefahren ist.

"Ist Johanna auch da ?"

Besonders gerne denkt sie noch zurück an die gemütlichen Stammtische, bei denen die "alten" Altglashüttener zusammen mit den Urlaubern viel Spaß und jede Menge Gaudi miteinander gehabt hätten. "Viele Urlauber kamen damals mehrmals im Jahr. Es war wie in einer großen Familie - sie gehörten zur Altglashütte und zu den Einheimischen." Johanna Franz ist übrigens eine gebürtige Blei: Die Mutter des jetzigen Inhabers Johann Heinig war eine Cousine von ihr. Aus dem Gasthof ist Johanna Franz nicht wegzudenken. Sie gehört zum Inventar wie nur wenige andere. Stammgäste schätzen ihre Arbeit, ihre Freundlichkeit und ihre Hilfsbereitschaft. Oft hätten sie vorher gefragt: "Ist denn die Johanna auch da, wenn wir kommen ?" Ans Aufhören denkt sie noch lange nicht. Gäste zu bewirten und zufrieden zu stellen - diese Aufgabe bereitet ihr nach wie vor viel Freude.
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