Johannes der Täufer und Adolph Kolping bei einer Castingshow

Die Kolpingfamilie und das Bläserensemble unter der Leitung von Benno Englhart gestalteten zum Kolpinggedenktag die Vorabendmesse. "Das Interesse an Castingshows ist ungebrochen", bemerkte der Vorsitzende der Kolpingfamilie, Andreas Greiner. Die Selbstüberschätzung und die Hoffnung auf die große Chance, auf Ruhm und das schnelle Geld lockten junge Menschen vor die Kamera. "Oft enden dieser Ausflug und der Drang nach Erfolg in einer peinlichen Sackgasse." Selbst die Gewinner hielten sich nicht lange im Fokus der Öffentlichkeit und verschwänden von der Mattscheibe so schnell wie sie kamen. Johannes der Täufer suchte ebenfalls den großen Auftritt. Heute würde er vermutlich in einer der Shows nicht weit kommen, ergänzte Pfarrer Bernhard Müller in der Predigt. Der große Unterschied lag jedoch darin, dass Johannes nicht sich, sondern Gott in den Vordergrund stellte.

Auch Adolph Kolping suchte die Öffentlichkeit. "Seine Bühne war die Straße. Er brachte den Menschen eine Botschaft." Kolpings Worte waren keine Stammtischparolen oder leere Phrasen, sondern er ließ ihnen Taten folgen. Kolping brachte soziale Reformen auf den Weg, förderte Solidarität und Gerechtigkeit. "Er bewies Mut und ein großes Herz, das mit jeder guten Tat weiter wuchs." Großen Applaus erhielt das Bläserensemble für die musikalische Gestaltung der Messfeier. (mbi)
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