Joker sticht in Schlussminute

Mit grimmigem Blick versucht Benjamin Scheidler (vorne) den Ball an den Raigeringern Florian Hiltl (links) Simon Gräß vorbeizubringen. Der Weidener Innenverteidiger vergab in der 61. Minute die größte Möglichkeit der Gäste, als er einen Foulelfmeter über das Tor schoss. Hinten beobachten der Weidener Florian Schlagenhaufer und der Raigeringer Benedikt Buegger die Szene. Bild: Ziegler

Sekunden vor dem Ende gibt es Freistoß für den SV Raigering: Max Riß zieht aus 30 Metern ab, der Ball kracht gegen die Latte, springt zurück ins Feld, wo Stefan Nübler goldrichtig steht.

Sieben Punkte und nur ein Gegentor in den letzten drei Spielen: Kaum zu glauben, aber es ist die Bilanz eines Tabellenletzten. Der SV Raigering setzte auch im letzten Spiel vor der Winterpause in der Fußball-Bezirksliga Nord seinen Aufwärtstrend fort und besiegte am Samstag die Bayernliga-Reserve der SpVgg SV Weiden verdient mit 1:0.

Auf direktem Weg zum Tor

Die Elf von SVR-Trainer Roland Rittner setzte von Beginn an auf das Erfolgsrezept der letzten Partien und übte bereits weit in der gegnerischen Hälfte viel Druck auf den Gegner aus, um dann nach Ballgewinn schnellstmöglich den direkten Weg zum Tor zu suchen. Man spürte regelrecht, dass sich die giftig spielenden Raigeringer noch einmal belohnen und mit einem Erfolgserlebnis in den Winter verabschieden wollten, während sich die technisch beschlagenen Weidener mit dem engen Kunstrasenplatz und der aggressiven Spielweise schwer taten.

Nach ersten Versuchen von Haller und Hiltl für den SVR, die jeweils das Gehäuse verfehlten, sowie einem Drehschuss von Burger auf der Gegenseite, den Appel sicher parierte, nahm die Partie erst in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte so richtig Fahrt auf. Über den rechten Flügel eilte Wrosch auf und davon, scheiterte jedoch am Pfosten. Kurz darauf vertändelte ein Weidener Verteidiger den Ball im eigenen Strafraum, doch Nutznießer Riß scheiterte am hellwachen Torwart Jahn. Nachdem auch Muck freistehend aus elf Metern vergab, befreiten sich die Gäste aus der Umklammerung und kamen zu zwei Großchancen. Zunächst war es Burger, der nach einem Zuckerpass an Appel scheiterte, bevor Angreifer Hegenbart seine Klasse aufblitzen ließ, nach einem Doppelpass mit Burger aber über das Tor zielte.

Scheidler scheitert

Im zweiten Abschnitt war den "Panduren" anzumerken, dass das hohe Tempo der ersten Hälfte Kraft gekostet hatte. So gingen sie es etwas defensiver an und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die sich anfangs hauptsächlich im Mittelfeld abspielte. Wie aus dem Nichts tauchte nach einer Stunde Hegenbart frei vor SVR-Schlussmann Appel auf, der zu spät kam und den Stürmer nur noch von den Beinen holen konnte. Die Folge war Gelb für Appel und Elfmeter für die Gäste. Doch Benjamin Scheidler zeigte Nerven und schlenzte den Ball über den Querbalken. Jetzt setzten beide Teams alles auf eine Karte und wollten unbedingt noch den Sieg erzwingen. Aber sowohl Mutzbauer, als auch Riß und Haller vergaben ihre Möglichkeiten und es schien auf ein torloses Unentschieden hinauszulaufen.

Doch in der Schlussminute gab es nocheinmal einen Freistoß für die Gastgeber: Den 30-Meter-Freistoß von Max Riß an die Latte köpfte Stefan Nübler, der sechs Minuten zuvor eingewechselt worden war, zum vielumjubelten Siegtreffer ein.
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