Josef Dötterl und Michael Schreyer sitzen oft umsonst an
Schlaue Säue

Als neuen Mitpächter des Punreuther Reviers hießen die Jagdgenossen Manfred Schreyer aus Ahornberg (rechts) willkommen. Ihnen und zweiten Bürgermeister Josef Hecht berichtete Jagdpächter Josef Dötterl (von links) von Problemen mit Wildschweinen und Hunden. Bild: bkr
Punreuth. (bkr) Fünf Wildschweine blieben im Vorjahr auf der Strecke der Jagdgenossenschaft. Jagdpächter Josef Dötterl berichtete bei der Versammlung am Samstag aber auch von der List der Borstentiere.

"Im Juli haben die Schwarzkittel Lust auf Hafer bekommen. Nachdem eine Sau erlegt werden konnte, war wieder Ruhe." Die Freude währte nicht lange. "Als der Mais in der Reife war, kamen sie wieder und waren schlauer. Obwohl wir oft angesessen sind, konnten wir keine erlegen. Die kamen nur, wenn es sehr dunkel war oder regnete." Bis in die frühen Morgenstunden wartete Josef Dötterl mit Michael Schreyer aus Ahornberg, den er als neuen Mitpächter seit Juni vorstellte.

Als einmal eine Sau im Maisfeld vermutet wurde, wurden Feuerwehr und viele Jäger alarmiert. Drei Maisfelder suchten sie ab, doch "die Sau war schneller und weg." Alle Wildschäden seien einvernehmlich geregelt worden, unterstrich Dötterl das gute Verhältnis mit den Grundstücksbesitzern. Allerdings hätten ihn zwei Landwirte nicht von der Wiesenmahd informiert. Drei Rehkitze seien deshalb ein Opfer der Mähwerke geworden. Ärgerlich seien zudem die Störungen durch Enduro-Fahrer, freilaufende Hunde, die zudem Felder und Wiesen verunreinigen, Walker und sonstiges Treiben im Wald.

Der Abschussplan beim Rehwild wurde erfüllt. Neben den Wildschweinen blieben 17 Füchse, zwei Dachse, zwei Marder, drei Graureiher und ein Dutzend Eichelhäher auf der Strecke. Zwei Hasen wurden Opfer des Straßenverkehrs.
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