Jubel und Frust eng beieinander

Für ungewöhnliche Erlebnisse sorgte der Weidener Wasserballnachwuchs beim Doppelstart gegen Plauen. Überzeugte das Bundesliga-Team im Heimspiel, so gab es beim Rückspiel ein böses Erwachen. Louis Brunner (beim Wurf) war mit vier Treffern in beiden Spielen der erfolgreichste Weidener Werfer. Bild: Büttner

Beim Doppeleinsatz der Weidener U17-Wasserballer gegen Plauen gelang zwar ein glatter Heimsieg, aber beim Rückspiel brach die Mannschaft vollkommen auseinander.

Weiden. (prg) Mit viel Freude über den sicheren 13:9-Sieg am Samstag in der Thermenwelt gegen den Tabellenführer SVV Plauen reisten die U17-Bundesligisten des Schwimmvereines Weiden zum Rückspiel am Tag drauf nach Plauen. Optimistisch und kämpferisch wollten die Weidener der Tabellenspitze näher rücken, umso schmerzhafter fiel die deutliche 4:11-Niederlage aus. Damit weisen die Weidener zwar ein ausgeglichenes Punktekonto aus, stehen aber im Kampf um die begehrten Plätze eins und zwei der Gruppe B mächtig unter Druck, auch wenn die Konkurrenz überraschend Federn ließ.

Das Spiel am Samstag in der Thermenwelt verlief sehr überzeugend und vielversprechend aus Sicht der Hausherren. Trotz des schnellen 0:1-Rückstands drehten die Oberpfälzer richtig auf und setzten sich bereits zur ersten Viertelpause mit 4:1 ab. Im zweiten Viertel schlichen sich zwar einige Fehler ein, doch es reichte immer noch, um die Führung zu halten und sogar auf 7:3 zur Halbzeit auszubauen. Im dritten Viertel verloren die Max-Reger-Städter phasenweise ihre Linie und gaben den Abschnitt mit 3:4 ab. Das Spiel blieb damit offen, aber die Weidener mobilisierten alle Kräfte und machten im Schlussabschnitt den Sack zu. Am Ende stand ein verdienter 13:9-Sieg der Weidener zubuche. Die Mannschaft um Kapitän Matthias Kreiner dominierte und sammelte Selbstvertrauen für die Revanche keine 18 Stunden später in Plauen.

Konträres Rückspiel

Das Rückspiel im Stadtbad Plauen eröffneten die Gäste aus der Oberpfalz genauso, wie sie das Hinspiel in Weiden beendet hatten. Angriffslustig, konzentriert und überlegen gingen die Weidener mit einer 3:1-Führung in die erste Viertelpause. Doch entwickelte sich das Spiel anders als aus Weidener Sicht gewünscht. Die Vogtländer wechselten den Torwart und stellten ihre Verteidigung auf aggressive Pressdeckung um. Die Gäste, sichtlich überrascht und ein wenig konfus, produzierten Patzer im Spielaufbau und kassierten schnelle Gegentreffer. Torwart Matthias Kreiner hielt seine Mannschaft noch einigermaßen im Rennen, doch die Vogtländer drehten das Spiel. Bereits zur Halbzeit gaben die Gäste ihre Führung ab (4:3 aus Sicht der Plauener). Alle Versuche des Trainers, die Mannschaft in der Halbzeitpause wachzu- rütteln brachten keinen Erfolg. Es lief einfach nicht mehr im Spiel der Gäste. Der SVV Plauen setzte sich Tor für Tor ab, nutzte die allgemeine Weidener Verunsicherung und gewann am Ende vielleicht ein bisschen zu deutlich mit 11:4 Toren.

"Ich bin traurig, wenn ich die ratlosen Gesichter meiner Jungs sehe und sauer, wenn ich als Trainer am Beckenrand zusehen muss, wie sich meine Mannschaft unter Wert verkauft. Das ist aber Jugendwasserball, da muss man Schwankungen in Kauf nehmen und weiter daran arbeiten, dass die Jungs konsequenter und stabiler werden", ärgerte sich Trainer Irek Luczak nach dem Spiel am Sonntag. Am Samstag hatte er noch sehr viel Lob für die kompakte Mannschaftsleistung verteilt.

Die Weidener Tore erzielten: Tim Neulinger (2 am Samstag/ keines am Sonntag). Cedrik Zupfer (2/0), Louis Brunner (4/1), Jonas Ernst (0/1), Vladislav Burchazky (1/0), Christian Dietl, Alexander Hinz (2/1), Felix Glaß (2/1)
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