Jubiläum kündigt sich an

Die Dietersdorfer sind stolz auf ihre Dorfkirche, die sie vor 125 Jahren in Eigeninitiative errichteten. Um den Erhalt kümmert sich seit 2010 ein Förderverein. Beim Jahresbericht des Vorsitzenden war nicht nur das Jubiläum im Juni 2016 ein Thema, sondern auch die leere Orgelbank.

Die Dietersdorfer sind mächtig stolz auf ihre Dorfkirche, die sie vor nunmehr 125 Jahren mit Eigeninitiativen errichteten und auch laufend unterhalten. Dafür sorgt seit 9. September 2010 offiziell der Förderverein Dorfkirche, der im Gasthof "Waldblick" seine Jahresversammlung abhielt. Das Kirchlein befand sich zunächst im Besitz der Gemeinde Dietersdorf mit Friedrichshäng und Lindau und ist seit der Eingemeindung im Jahr 1972 Eigentum der Stadt Schönsee. Gründungsvorstand Willibald Kulzer konnte zur Jahresbilanz auch Stadtpfarrer Wolfgang Dietz und Bürgermeisterin Birgit Höcherl begrüßen.

Barrierefreier Vorplatz

Er berichtete über Ergänzungen bei den Kniebänken, besonders aber über die Instandsetzung der Figuren vom Heiligen Florian und dem Auferstandenen, die vor dem Abschluss stehen. Deren Segnung soll beim 125-jährigen Gründungsjubiläum mit Dorffest stattfinden. Für den Festgottesdienst einigte man sich auf den 26. Juni 2016 um 14 Uhr.

Zur Diskussion stand auch die Neugestaltung von Kirchenvorplatz und Eingang im Zuge der Erneuerung der Staatsstraße 2159 in der Ortsdurchfahrt. Darüber, einschließlich des Bodenbelages, so war von der Bürgermeisterin zu erfahren, stehen die endgültigen Entscheidungen noch aus. Sicher sei ein barrierefreier Zugang. Zur Mitgliedschaft beim Förderverein für Kirchenmusik bedauerte Vorsitzender Willibald Kulzer, dass die damit erhoffte Lösung eines Organisten nicht erwartet wird. Deshalb wurde beschlossen, den Beitrag von 50 Euro auf 25 Euro jährlich zu reduzieren. Die Anschaffung einer automatischen Schließanlage und einer Zeitschaltuhr für die elektrische Heizung wurde befürwortet.

Hochaltar renoviert

Willibald Kulzer gab dann noch einen Rückblick auf die Investitionen seit seiner Tätigkeit als Kirchenpfleger vor 20 Jahren. Dazu gehörte unter anderem der Türeneinbau, die Erweiterung der Sakristei, eine Generalsanierung, Putzerneuerung, Renovierung des Hochaltars und der Marienfigur. Dies war nur mit vielen Eigenleistungen, besonders aber durch einen hohen finanziellen Aufwand der Stadt, sowie Spenden, insbesondere durch die Jagdgenossenschaft und damit auch des Jagdpächters, möglich. Doch die Arbeit, in die auch seine Familie eingebunden war, habe ihm Freude gemacht.

Dafür dankte nicht nur Bürgermeisterin Birgit Höcherl sondern auch Stadtrat Michael Ebnet, der hervorhob, dass die Dietersdorfer Kirche immer als Bestandteil der Stadtgemeinde betrachtet wurde. Pfarrer Wolfgang Dietz fügte seinem Dank besinnliche Worte an. Das Wort Advent sei wie ein Gebet. Er fügte den Buchstaben positive und negative Variationen, wie Trubel an. Der Advent enthalte aber auch die Möglichkeit, einmal stehen zu bleiben.

Zum Abschluss dankte Willibald Kulzer Vorstandschaft und Mitgliedern, die sich mit der Aufgabe identifiziert haben. Der Dank an Pfarrer, Pfarrgemeinde und Stadt war mit der Bitte um weitere Unterstützung verbunden, insbesondere bei der Feier zum 125-jährigen Bestehen.
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