Jugendhilfeplanung auf dem Prüfstand
Im Blickpunkt

Wiesau. (as) Mit der Ablehnung der Familien-Stützpunkte wird es auch nichts mit den 10 Wochenstunden, die eine Fachkraft im Tirschenreuther Jugendamt als Koordinierungsstelle ab 2015 aufbringen sollte. Um eine vernünftige Halbtagsstelle zu schaffen, war ursprünglich gedacht, weitere 9,5 Stunden pro Woche für die seit Jahren brachliegende Landkreis-Pflichtaufgabe Jugendhilfeplanung einzubringen.

Den tieferen Sinn dieser Planung und den damit verbundenen Personaleinsatz soll Jugendamtsleiter Albert Müller dem Kreisausschuss demnächst erläutern. Dr. Benjamin Zeitler (Zukunft Landkreis Tirschenreuth) regte auch näheren Aufschluss über die voraussichtliche Personalentwicklung im Jugendamt an: "Damit wir wissen, wo die Reise hingeht." Landrat Wolfgang Lippert entgegnete, bei den Ausgaben für Jugendhilfe seien Prognosen generell sehr schwierig: "Wir hatten erst kürzlich einen Jugendlichen, dessen Unterbringung 400 Euro am Tag kostet."

Bernd Sommer (CSU) interessierte sich dafür, was die bisherige Jugendhilfeplanung in den Kommunen ausgelöst hat: "Oder ist das nur ein Ordner, der in vielen Rathäusern im Schrank gestanden ist?" In der November-Sitzung will der Kreisausschuss das Thema vertiefen.

Polizeibericht Für Grippewelle gut vorgesorgt

Waldsassen. (bz) Sie waren zwar mit dem Auto unterwegs, mussten dann aber zu Fuß die Heimreise antreten: Zwei Männer und eine Frau aus Tschechien überprüften die Schleierfahnder. Und das lohnte sich. Beim Beifahrer fanden die Beamten zunächst einen verbotenen Wurfstern. Und die Mitfahrerin hatte wohl Angst vor einer Grippewelle. Fast 300 Tabletten entdeckten die Polizisten in ihrer Tasche.

Da daraus unter anderem auch die Teufelsdroge "Crystal Speed" hergestellt wird und die 22-Jährige keinen plausiblen Grund für die große Menge an Medikamenten nennen konnte, wurden die Tabletten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft sichergestellt und eine Anzeige wegen Herstellung von Rauschgift aufgenommen.

Auch der Fahrer kam nicht ungeschoren davon. Da ein Drogentest positiv verlief, kam er um eine Blutentnahme und Anzeige nicht umhin. Fahrtüchtig war weder er, noch seine Mitfahrer.
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