Jung und Alt sporteln gemeinsam

Mit dem kirchlichen Segen durch Dekan Thomas Jeschner und Pfarrerin Anne Utz wurde der Eschenbacher Generationenpark offiziell eröffnet. Die Segnung begleiteten von links Werner Höppel, Planer Dietmar Narr und Bürgermeister Peter Lehr (rechts).

Er soll der Förderung des Generationendialogs dienen: Ein Park, in dem sich Jung und Alt treffen. Am Sonntag wurde das Fitnessgelände in Eschenbach zwischen Altstadt und dem Kalvarienberg freigegeben. Bei der Eröffnung feierte auch die Siedlergemeinschaft.

Bewegen, begegnen, gemeinsam erleben: dieses Angebot für alle Altersgruppen bietet der neue Park. Eingebettet in die "Eschenbach-Aue" auf dem ehemaligen Gelände des Kinderspielplatzes Kalvarienberg lockt er mit attraktiven Betätigungsmöglichkeiten.

Sensationell ist die Vielzahl der Spielangebote. Modernste Geräte laden zu einer Nutzung für alle Generationen ein. Überwiegend barrierefrei besteht auf dem Gelände die große Chance, Partnerschaft zu pflegen. Geschaffen für Jung und Alt haben selbst Opas und ihre Enkel Möglichkeiten, sich an kommunikativen Gerätschaften noch näher zu kommen.

Eine Million Fördergelder

Der Ratschlag zum Energietanken für Körper, Geist und Seele stand deshalb besonders im Blickpunkt der offiziellen Übergabe. Bürgermeister Peter Lehr berief sich auf Kirchenvater Augustinus: "Wenn ein Kind erlebt, wie schön das gemeinsame Spielen mit Mutter und Vater ist, fühlt es sich beschützt und wohl." Daraus leite sich im Kontext ein gegenseitiges Wohlbefinden zwischen Kindern und Erwachsenen ab, das zu einer erfolgversprechenden Persönlichkeitsentwicklung führe.

In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste blickte der Bürgermeister noch einmal auf die Ideensammlung von 2007, auf Planungs- und Bauphasen zurück, verwies auf die ersten Ideen seines Vorgängers Robert Dotzauer und die des Landschaftsplaners Dietmar Narr zur Entwicklung eines "Erlebnisbandes" zwischen Rußweiher und Altstadt und resümierte: "Das Gebiet hat ein würdiges Gesicht bekommen."

Lehr erinnerte an die großzügige Förderung mit Geldern der Europäischen Union und des Freistaates und verwies auf eine Gesamtinvestition von 1,8 Millionen Euro. Für die insgesamt vier Bauabschnitte des "Erlebnisbandes" seien eine Million Euro Fördergelder geflossen, bilanzierte der Rathauschef.

Zusammenfassend lobte der Bürgermeister eine Vielzahl an Unterstützern von den Planern bis zu den bauausführenden Eschenbacher Firmen Prösl und Bitterer. Als Besonderheit nannte Lehr die Errichtung eines WC-Containers. Erwähnung fand auch die jahrzehntelange Pflege des vormaligen Spielplatzes durch die Siedlergemeinschaft.

Viel Spaß und Spiel wünschte zweiter Bürgermeister Karl Lorenz den künftigen Nutzern. Lorenz würdigte im Auftrag von Landrat Andreas Meier besonders die große Nutzungsvielfalt des Generationenparks, der in Zeiten des demografischen Wandels ein klares Ausrufezeichen setze. "Wenn ich diese Anlage sehe, freue ich mich über den schönsten Beruf der Welt", scherzte Landschaftsarchitekt Dietmar Narr. Der Planer gratulierte Bürgermeister a.D. Dotzauer und seinem damaligen Stadtrat für den visionären Masterplan zur Entwicklung der Eschenbach-Aue und lobte die kontinuierliche Weiterentwicklung der Konzepte vom Rußweiher bis zu einem Park für alle Generationen. "Nun lohnt es sich, sich mit weiteren Freiräumen der Stadt zu beschäftigen", bemerkte der Architekt augenzwinkernd.

Mit dem Wunsch nach Erholung, Ruhe, Kraft und unfallfreiem Nutzen der Anlage verbanden Dekan Thomas Jeschner und Pfarrerin Anne Utz den kirchlichen Segen. Pastorin Anne Utz stellte ihre Segenswünsche unter das Motto von Teresa von Avila: "Kümmere dich um deinen Leib, damit die Seele Lust hat, in dir zu wohnen." Die Vielfalt des Spielangebotes sei geeignet, den wegweisenden Empfehlungen der Kirchenlehrerin zu folgen und Kraft für das Leben zu tanken. "Hier können wir entdecken, was Gott uns in der Schöpfung geschenkt hat", urteilte Anne Utz. Begleitet von Bürgermeister Lehr, Architekt Narr und Siedlervorstand Werner Höppel folgte die Segnung des Geländes durch die Ortsgeistlichen.

"Andreas-Lutz-Haus"

Die Eröffnung des Generationenparks nutzte der Bürgermeister, die mehr als 40-jährige Pflege des bisherigen "Kalvarienberg-Spielplatzes" durch die Siedlergemeinschaft zu würdigen. Mit seinem Vize-Bürgermeister Karl Lorenz überreichte Lehr an Siedler-Vorstand Werner Höppel einen Scheck. Höppel erinnerte bei dieser Gelegenheit an die Pionierarbeit des früheren Siedlerbund-Vorsitzenden Andreas Lutz. Höppel blickte auf die Anfänge zurück. "Die ehemalige Spielfläche ist im Jahr 1973 durch die Initiative von Andreas Lutz entstanden", erinnerte er an dessen Pionierleistungen. Zum Gedenken daran beförderte Höppel das herausgeputzte Siedlerbund-Gebäude am östlichen Eingang zum Generationenpark zum "Andreas Lutz-Haus".

Musikalisch gestaltet von der Stadtkapelle folgte der offiziellen Eröffnung ein Sturm auf das attraktive Gelände und auf die lukullischen Angebote. Gleichzeitig galt das Siedlerfest als eröffnet.
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