Jungbrunnen für die Naab

Was haben Steinsporne und Kehrwasserbereiche mit einer Frischzellenkur für die Naab zu tun? Die Erklärung gab Flussbaumeister Hans Pickelmann.

Nabburg. (laz) Sein Ortsgruppentreffen hatte der Bund Naturschutz mit einer Exkursion an der Naab südlich von Nabburg verbunden. Im Zuge des Bahnlinienbaus wurde das ursprüngliche, westlich der Bahn verlaufende Flussbett abgetrennt und in ein kanalartiges östliches Bett verlegt, erklärte der Wasserwirtschaftsmann. Die Fließverhältnisse waren ohne bedeutsame Gewässerstrukturen eher monoton ausgeprägt, die Fischvielfalt nahm ab.

Engagierte Behörde

Amtlicherseits sei nun überlegt worden, wie dieser Zustand verbessert werden könne. Abhilfe sollten auf einer Länge von 1200 Metern wechselseitig ins Flussbett eingebaute Steinriegel oder Steinsporne schaffen. Damit sollten unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten und Strömungen erzeugt werden. Bei Mittelwasser würden sie gerade noch überströmt werden und hätten somit keine Nachteile für den Hochwasserabfluss.

Neue Laichzonen

Unter der Regie der Flussmeisterstelle Kümmersbruck rollten dann vor gut einem Jahr die Bagger an, um die Maßnahme umzusetzen. Damit wurden Kehrwasserbereiche mit schwachen und starken Strömungen geschaffen. Es ergaben sich neue Laichzonen für die Fischbrut. Selbst sonnige Kiesbänke für die Kinderstube der Jungbrut entstanden im Flussbett. Natürlich sei im Zuge der Flussbaumaßnahme auch der Verschlussdamm zum Altgewässer entfernt worden, so dass auch das Altwasser vom Wasserwechsel profitieren könne, erklärte Hans Pickelmann.

BN-Vorsitzender Klaus Pöhler war sichtlich beeindruckt von der Baumaßnahme des Wasserwirtschaftsamtes. Mit der Strömungsvielfalt werde der "neuen" Naab viel Sauerstoff - sprich Leben - zugeführt.
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