Junge Beisitzer integriert

Jagdvorsteher Heinrich Hofstetter (vorne, Zweiter von rechts) erhielt bei der Versammlung der Jagdgenossen erneut das Vertrauen. Bild: heg

Die Wildschweine sind auf dem Vormarsch. Auch im Revier nordwestlich der Stadt Nittenau. Nicht nur die Jagdgenossen sehen dies mit Sorge. Das umstrittene Nachtsichtgerät für die Bejagung bleibt in der Diskussion.

Heinrich Hofstetter stellte sich für eine weitere Periode als Jagdvorsteher in Fischbach zur Verfügung. Über das abgelaufene Jagdjahr erstattete er anhand anschaulicher Dokumentation genauestens Bericht zu den Schäden im Revier.

Die Maisflächen

Die Wildschweine nähmen im Revier immer mehr zu, beklagte Hofstetter. Besonders im Raum Nerping und bei den Weihergebieten waren sie verstärkt und sehr früh unterwegs. Mit einer der Gründe für die vermehrte Wildschweinpopulation sei der verstärkte Anbau von Maisflächen.

Dem Antrag Hofstetters über Auszahlung des Jagdpachtes im kommenden Jahr stimmte die Versammlung zu. Der Geschäftsleiter der Verwaltung, Jakob Rester, vertrat offiziell die Stadt Nittenau und übernahm die Leitung der Neuwahlen. Die Personalie war gut vorbereitet und ging reibungslos über die Bühne. Jagdvorsteher bleibt Heinrich Hofstetter. Die weiteren Posten: Stellvertreter Hans Nerl, Schriftführer Jakob Hummel, Kassier Reinhard Roidl, Beisitzer Manfred Schuster und Georg Dirmeier. Als Kassenprüfer stehen weiterhin Maria Wagner und Klaus Mascha zur Verfügung.

Um künftig eine Verjüngung im Vorstand zu erreichen, beschloss die Versammlung fünf außerordentliche Beisitzer in das offizielle Gremium zu berufen. Dies sind Reinhard Heinl, Stefan Vogl, Franz Rester, Georg Winkler und Gerhard Heindl. Während Jagdpächter Klaus Oberberger den Anwesenden eine schöne Weihnachtszeit wünschte, ging Mitpächter Rupert Braun näher auf die derzeit hohen Wildschäden ein. Während im Vorjahreszeitraum 13 Sauen erlegt wurden, waren es diesmal 79. Hier handle es sich aber nicht nur um ein örtliches, sondern um ein deutschlandweites Problem.

Kein Hormoneinsatz

Der Einklang mit den Jagdgenossen sei ihm wichtig, betonte Braun und erinnerte daran, wie wirksam das Anlegen von Jagdschneisen an den Feldern sei. Jagdvorsteher Heinrich Hofstetter leiste zum Wohle des Reviers gute Arbeit. Braun regte auch an, auf geeigneten Flächen wieder Apfelbäume zu renaturieren, mit dem Kindergarten in Verbindung zu treten und gemeinsam Apfelbäume zu pflanzen oder zu einer Exkursion einzuladen . So könne man der Landschaft wieder etwas zurückgeben. Auf die Frage, ob man bei Wildschweinen mit Hormoneinsatz den überhand nehmenden Nachwuchs zu Leibe rücken könne, entgegnete Hofstetter, dass dies schon sehr problematisch sei und davon auch anderes Wild betroffen werde. "Wer würde dann noch Wildbret essen wollen?", stellte er in den Raum.

Auf Nachtzielgeräte angesprochen berichtete Hofstetter, dass man beim Versuchsprojekt mit zehn beteiligten Jägern insgesamt 80 Sauen geschossen habe, aber nur sechs Sauen ohne diese Zielhilfe hätte erlegen können. Ein Nachtzielgerät sei aber auch kein Garant für permanenten Erfolg. Abschließend dankten die beiden Jagdpächter Rupert Braun und Klaus Oberberger sowie Heinrich Hofstetter für die harmonische Wildschadenregulierung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Fischbach (1249)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.