Junge Syrer freuen sich über Kleiderspende
Sport verbindet

Seit einigen Monaten leben einige junge Männer und eine Familie aus dem vom Bürgerkrieg erschütterten Syrien in Hartmannshof. Eine kleine Gruppe Einheimischer mit Judit Herbst und Walter Brunner an der Spitze kümmert sich um die Alltagssorgen der Flüchtlinge.

Knapp sind viele Dinge; "Freizeit" haben sie dagegen reichlich. So bekamen sie schnell mit, dass bei der SpVgg Weigendorf und ihrem Partnerverein SV Hartmannshof Fußball gespielt wird. Ein Syrer, Yassir, bot sich als Spieler an und stieg in den Trainingsbetrieb ein. Mit einer Sondergenehmigung kickt er inzwischen in der Reserve mit. Durch ihn erfuhren seine Mannschaftskameraden, dass es bei den Flüchtlingen mit Sportkleidung schlecht aussieht.

Spontan gingen sie an ihre Kleiderschränke und durchforsteten sie nach selten oder nicht mehr genutzten Stücken. Die Funde füllten drei große Kartons. Jörg Kreußel, stellvertretender Vorsitzender bei der Spielvereinigung, und Bernd Übler brachten sie in die Unterkunft der Flüchtlinge. Als Vermittler gesellten sich Judit Herbst und Walter Brunner dazu, der im übrigen Sprachkurse in Deutsch anbietet.

In der Küche war Moaz gerade beim Pizzabacken. Die jungen Männer freuten sich über die Geschenke und luden die Überbringer ein, mit ihnen zu essen. Dann kam zufällig noch Emat dazu; ein auswärts wohnender Flüchtling mit Deutschkenntnissen. Mit seiner Hilfe klappte die stockende Unterhaltung besser.

Die Besucher erfuhren, dass die in Hartmannshof lebenden Syrer durchwegs über eine Berufsausbildung verfügen. So ist zum Beispiel ein Ingenieur unter ihnen. Für eine gute Zukunft wollen sie sich bemühen, Deutsch zu lernen.
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