Kabarettist Steffen Lutz Matkowitz präsentiert in Eschenbach das Programm zum Mauerfall
25 Jahre und eine Woche später

Steffen Lutz Matkowitz gastiert am Freitag, 14. November, in Eschenbach. Bild: do
Deutschland denkt am Wochenende an den Mauerfall vor 25 Jahren. Das Kabarettprogramm dazu gibt es in Eschenbach mit einer Woche Verspätung: Steffen Lutz Matkowitz gastiert am Freitag, 14. November, um 19.30 Uhr im Sonderpädagogischen Förderzentrum. Der Kabarettist präsentiert das Beste aus den Programmen "Der politische Witz der DDR - Teil 1" und "Die letzte Sitzung - der politische Witz der DDR, zweiter und letzter Teil".

Der Gründer des 1983 in der DDR verbotenen Kabaretts "Lindenauer Brettl - Leipziger Brettl" ist Gast der Volkshochschule Eschenbach, des Kulturkreises Pressath und der Buchhandlung Bodner. Der Kabarettabend gehört zum Sonderprogramm "Hammer und Sichel - gegen Vergessen, Verklären und Schönreden". Bewusst verbindet der Künstler seine Schilderungen des Lebens in der DDR mit biographischen Aspekten. Matkowitz gewährt Einblicke in das politische Kabarett zu Zeiten einer Diktatur mit verbotenen Texten von damals, gemischt mit Satire von heute. Die Brettl-Produktion mit über 600 Veranstaltungen ist schon heute Zeitgeschichte. Man muss nicht in der Diktatur "dabei" gewesen sein, um dem Inhalt folgen zu können.

Das Programm von Steffen Lutz Matkowitz ist alles andere als unpolitisch. "Political correctness" darf man nicht erwarten, dafür gute alte, auch bissige, unerschrockene Kabarett-Tradition. Der Künstler selbst kam 1952 in Leipzig zur Welt. Er gründete 1979 das Lindenauer Brettl (jetzt Leipziger Brettl) in seiner Heimatstadt Leipzig. 1983 erhielt er Berufsverbot und wurde später in die Bundesrepublik abgeschoben. Seit 1995 gibt es wieder das Kabarett Leipziger Brettl mit einem regulären Spielplan in Leipzig.

Überdies gastiert er in ganz Deutschland. Gastspiele führten ihn auch in die deutschsprachigen Gebiete von Belgien und Dänemark sowie in die Niederlande und in die Schweiz. Texte, Lieder und Regie fließen in der Regel aus Kopf und Händen des bekennenden Sachsen. Seine alte Heimat nimmt dabei oft einen dominierenden Platz ein. Der Eintritt kostet 10 Euro. Reservierungen unter Telefon 09645/8283 oder über info@vhs-eschenbach.de.
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