Kalte Dusche im Regen

Unter Flutlicht: Kai Hempel (rechts) im Kopfballduell mit dem Burghausener Kevin Hingerl, der mit Gesichtsmaske spielte. Bild: Butzhammer

"Ein unterm Strich verdienter Sieg für Burghausen", gestand Teammanager Hubert Kirsch ein, der eine Amberger Elf von Trainer Timo Rost sah, die keineswegs enttäuschte. "Wir haben 60 Minuten gut mitgespielt. Das hat gegen ein sehr gutes Team, das Burghausen zweifelsohne ist, jedoch nicht gereicht."

Der Fußball-Regionalligist FC Amberg kassierte am Freitagabend vor 1100 Zuschauern in der Arena des SV Wacker Burghausen eine 0:3-Niederlage. "Unsere Leistung macht dennoch Hoffnung für das Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining", blickte Kirsch dann sofort wieder aufs kommende Wochenende.

Für den gesperrten Innenverteidiger Julian Ceesay durfte erneut Silas Göpfert starten, der beim 1:0 gegen Rain am Lech seine Sache sehr gut gemacht hatte. Bei ganz widrigen äußeren Verhältnissen, in der Wacker-Arena hatte es lediglich sechs Grad und herrschte feiner Dauerregen vor, setzten die Oberpfälzer gegen die zunächst spielbestimmend auftretenden Gastgeber auf eine kompakte Defensive. Burghausen machte mächtig Druck, und wurde für seinen mutigen Auftritt belohnt: Mit schnellem Kurzpass-Spiel hebelte der SVW die Amberger aus, Burkhard legte auf Benjamin Kindsvater zurück, der aus zwölf Metern das Leder ins lange Eck unter die Latte hämmerte (11.). Die verdiente Führung, zumal der FC Amberg überhaupt keinen Zugriff fand und von den ballsicheren Gastgebern oftmals vorgeführt wurde. Erst nach 20 Minuten befreite sich die Rost-Elf etwas, aber wirklich Zählbares sprang noch nicht heraus. Bis zur 24. Minute: Nach einer Flanke von der linken Seite kam Benny Werner zum Kopfball, doch bei seinem Versuch aus sieben Metern wurde er von Daniel Hofstetter noch fair bedrängt, so dass SVW-Schlussmann Alexander Eiban keine Mühe hatte. Es entwickelte sich eine Partie zweier Teams auf Augenhöhe, wobei die Gastgeber das 2:0 auf dem Fuß hatten: Stürmer Marius Duhnke hielt aus 14 Metern (36.) nach einem schönen Spielzug drauf und verzog nur knapp - das musste eigentlich der zweite Treffer sein.

Rost brachte mit Beginn des zweiten Durchgangs mit Thomas Schneider für Sebastian Hauck einen Akteur, der für mehr Ordnung im FC-Spiel sorgen sollte. Und die Amberger hatten dann in der 50. Minute dann auch die große Möglichkeit zum Ausgleich, als Werner auf den mitgelaufenen Kai Hempel zurücklegte, der aber einen kleinen Tick zu spät kam und aus acht Metern den Ball über die Latte drosch (50.).

Amberg war in der Folgezeit gegen bei weitem nicht mehr so stark auftretende Gastgeber mehr als ebenbürtig. Von Burghausen war in der zweiten Hälfte bis zur 60. Minute nichts zu sehen, ehe Marcel Ebeling mit seinem Schuss aus 18 Metern an FCA-Torwart Götz scheiterte, der mit dem flachen Ball keine Mühe hatte.

Etwas besser machte es Ebeling sieben Minuten später, als er aus 16 Metern das Leder an die Unterkante der Latte hämmerte, das dann vor der Linie aufsprang - Glück für Amberg. Für die Vorentscheidung sorgte SVW-Angreifer Marius Duhnke mit einer feinen Einzelleistung. In der 77. Minute tanzte er die gesamte FC-Abwehr aus und schlenzte aus spitzen Winkel aus fünf Metern ins lange Eck ab. Torwart Götz hatte keine Chance, war dann aber bei einem Querschläger vor dem heraneilenden Hama Tsoumou zur Stelle (80.). Die Rost-Elf warf in der Endphase alles nach vorne. Doch mehr als ein Freistoß von Sven Seitz, der über die Latte strich (88.) sprang nicht heraus. Bei einem Konter kassierte der FC durch Tsoumou (90.) noch den dritten Gegentreffer - etwas zu viel des Guten.
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