Kameraden als Kulturträger

Die Ehrengäste gratulierten den Geehrten der Kriegerkameradschaft Mockersdorf (von links): Reinhard Walter, Hermann Leiter, Vorsitzender Josef Gmelch, Norbert Kaußler, Kreisvorsitzender Thomas Semba, Gerhard Müller, Bürgermeister Wolfgang Haberberger und Fritz Seitz. Bild: ww

Sehr friedlich verlief die Hauptversammlung des Mockersdorfer Kriegervereins, so wie das ganze Jahr. Abgesehen von Nachwuchssorgen hat der Verein aber auch keine Probleme.

Harmonisch wie das ganze Vereinsjahr gestaltete sich die Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft. Laut Schriftführer Norbert Kaußler gehören dem Verein 80 Mitglieder an. Vorsitzender Josef Gmelch dankte Vorstand und Kameraden für die Zusammenarbeit und erinnerte ans Geschehen im vergangenen Jahr. Die Gemeinschaft beteiligte sich an den kirchlichen Festen wie Fronleichnam und Patrozinium. Neben dem Volkstrauertag in Filchendorf gab es eine eigene Feier am Ehrenmal in Mockersdorf. Nach länger Pause trat eine Mannschaft beim Hans-Stahl-Gedächtnisschießen in Kastl an.

Nicht zu kurz kam die Geselligkeit. So besuchte eine Abordnung das Heimatmuseum in Kemnath anlässlich der Sonderausstellung "Plankwaffen - vom Säbel zum Pallasch". Ein Höhepunkt sei die Christbaumversteigerung gewesen. Beim Kulmhausdienst war die Kameradschaft zweimal vertreten.

Der Jahresbeitrag für den Landesverband stieg von 3,60 Euro auf 4 Euro je Mitglied inklusive Rahmenversicherung. Der Mitgliedsbeitrag für den Kreisverband beträgt nur 15 Cent. Für die Kriegsgräbersammlung dankte der Vorsitzende Wendelin Leiter und dessen Sammlern. Für den erkrankten Kassier Wendelin Leiter gab Vorsitzender Josef Gmelch den Kassenbericht ab. Die Kassenprüfer Gerhard Müller und Wolfgang Brandl bescheinigten dem Schatzmeister hervorragende Kassenführung.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger dankte der Kameradschaft für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben, etwa beim Volkstrauertag. Zudem lud er alle Mitglieder zur Gedenkveranstaltung am 19. April in Neustadt zum 70. Jahrestag der Bombardierung der Kulmstadt ein. Kreisvorsitzender Thomas Semba lud zur Kreisversammlung am 17. April in Waldeck in die Gastwirtschaft Merkl und zum 125. Jubiläum der SKV Kirchenlaibach am 4. Juli ein. Das Hans-Stahl-Gedächtnisschießen gibt es diesmal in Neusorg. Ein Termin stehe noch nicht fest, so Semba.

Der Kreisvorsitzende appellierte, junge Leute für die Kameradschaft zu gewinnen. "Wir dürfen die Tradition nicht sterben lassen", betonte Semba. Sein Dank galt dem Vorstand für die Arbeit.

Höhepunkt war die abschließende Ehrung verdienter Mitglieder. Für 25-jährige Treue zur Kameradschaft zeichnete der Verein Wendelin Leiter und Reinhard Walter und für 40 Jahre Werner Schömer sowie Fritz Seitz mit der Treuenadel des Bayerischen Soldatenbundes aus. Das Ehrenkreuz für besondere Leistungen bei den Veranstaltungen zur Christbaumversteigerung nahmen dagegen Heinz Kausler, Hermann Leiter und Gerhard Müller (Hausnummer 33) in Empfang.
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