"Kameradengräber" für über 6000 Gefallene

Saint-Mihiel ist eine französische Kleinstadt mit rund 4500 Einwohnern in der Region Lothringen, von Deutschland aus gesehen westlich von Saarbrücken. Dort legten die französischen Militärbehörden einen Soldatenfriedhof an, der nach dem Abschluss des deutsch-französischen Kriegsgräberabkommens vom 19. Juli 1966 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gestaltet wurde. 6046 deutsche Gefallene, die insbesondere aus bayerischen Garnisonen stammten, liegen dort begraben. Auch der Landwehrmann Joseph Böhm ist dort in einem "Kameradengrab", also einem Grab mit einer größeren Anzahl Gefallener, bestattet. Außer Elend und Leid auf beiden Seiten der Front hat der Krieg nichts gebracht, das verdeutlicht exemplarisch ein Blick auf das Gebiet des Saint-Mihiel-Bogens: Zu Kriegsbeginn eroberten die Deutschen das Gelände, im September 1918 eroberten Amerikaner und Franzosen es zurück. Allein diese beiden nutzlosen Feldzüge hatten Tausenden von jungen Männern das Leben gekostet. (boj)
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