Kameradschaft zahlt sich aus

Die Feuerwehr Mantel zeichnete langjährige Mitstreiter aus: Für 60 Jahre Vereinstreue Hans Kreiner (Zweiter von links) und Hans Riedel senior (Vorne, Dritter von links) sowie Fritz Landgraf (vorne, Mitte). 25 Jahre aktiv dabei sind Andreas Pröls (Sechster von rechts), Hans Reil (Vierter von rechts) und Roland Bock (Fünfter von links). Bild: sei

Beim Kameradschaftsabend ehrte die Feuerwehr Mantel langjährige aktive Feuerwehrleute und Vereinsmitglieder.

Mantel. (sei) "Man bringt sich in seiner Freizeit zum Wohl der Allgemeinheit ein. Reich wird man nicht dabei, aber man kann sich Respekt und Anerkennung verschaffen", betonte Kommandant Siegfried Janner. Die Feuerwehr sei wie eine zweite Familie. Sie sei ein Verein, bei dem man seine Freizeit verbringen könne, gleichzeitig aber auch Retter in der Not sei. Janner ging außerdem auf die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr ein: Das Errichten von Notunterkünften für Flüchtlinge, Hilfe bei Verkehrsunfällen, Löschen von Bränden und vieles mehr.

Ein weiterer Aspekt sei die Kameradschaft, betonte der Stellvertretende Vorsitzende Richard Kammerer. Die Zusammenstellung der Mitglieder könne bunter nicht sein, erklärte er. Auf der Fahrt zum Einsatz sitze der 50-jährige Elektromeister neben dem 18-jährigen Auszubildenden, der Maurer neben dem Lehrer, der Sportwagenfahrer neben dem leidenschaftlichen Radfahrer. Harte Situationen bei Einsätzen fordern Halt in der Truppe. Jeder bringe seine individuellen Stärken ein, so dass ein Team entstehe. Zum Beispiel halfen nach einem Großbrand bei einem Kollegen einige Feuerwehrleute in ihrer Freizeit bei den Aufräumarbeiten.

Mit ganzem Herzen

Allerdings sei die Truppe kein Hobby zum "Reinschnuppern" sondern ein Engagement für viele Jahrzehnte, betonte Landrat Andreas Meier. "Was alles an der Feuerwehr hängt, wissen nur Insider. Die Feuerwehr ist keine kostspielige Einrichtung. Sie besteht aus Menschen, die aktiv für ihre Mitmenschen einstehen." Ein neues Fahrzeug stelle zudem sicher, dass die Brandschützer auch wirklich in allen Lagen helfen können. Obwohl dies durchaus eine kostenintensive Anschaffung sei, welche die Kommunen fordere. Sobald irgendwo "Feuerwehr" draufstehe, ziehe dies eine wahnsinnige Preissteigerung mit sich, bedauerte der Landrat. Kreisbrandrat Richard Meier schloss sich an und bestätigte, dass kein Katastrophenschutz so schnell helfen könne wie die Feuerwehr. Das zeigten Großbrände und auch ein Flugzeugabsturz. "Der Landkreis ist stolz auf seine Wehren."

Geehrt wurden Andreas Pröls, Roland Bock und Hans Reil für 25 Jahre aktiven Dienst. Für 50 Jahre Vereinstreue bekamen Werner Geyer und Bernhard Pöhnl Auszeichnungen, für 60 Jahre Hans Kreiner, Fritz Landgraf und Hans Riedel senior.
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