Kampf der SpVgg belohnt

Mit einer großartigen kämpferischen Leistung gewann die abstiegsgefährdete SpVgg Wiesau das Stiftlandderby in der Bezirksliga Oberfranken Ost gegen Spitzenreiter SV Poppenreuth verdient mit 2:1. Hier versucht Benjamin Lauton (rechts), die Flanke von SV-Spieler Robin Hostalek zu verhindern. Bild: Gebert

Die Meisterfeier des SV Poppenreuth ist vertagt, die SpVgg Wiesau schöpft neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt: Am Mittwoch gewann die SpVgg das Stiftlandderby gegen den Titelaspiranten völlig verdient mit 2:1.

SpVgg Wiesau: Mötsch, Dutz, Saller, Gül (78. Gebhard), Kreuzer, Lauton, Hollmann, Höfer, Bartl, Wölfel, Brunner (89. Oppl)

SV Poppenreuth: Sourek, Hostalek, Janovsky, Nickl (76. Werner), Sladecek, Topcu (61. Yacici), Komberec, Jankovsky., Sikora, Peroutka, Veleman

Tore: 1:0 (63.) Fabian Bartl, 1:1 (83.) Vaclav Peroutka, 2:1 (90.) Lars Saller - SR: Udo Fritzsch (1. FC Trogen) - Zuschauer: 250

(mvo) "Totgeglaubte leben länger" wäre wohl die passende Überschrift für das Nachholspiel der Bezirksliga Oberfranken Ost. Während der SV Poppenreuth nach dem Spiel die Aufstiegsfahnen einrollen musste, freute sich die heimische SpVgg über einen enorm wichtigen Dreier. Die Heimelf zeigte eine Top-Leistung, wäre aber fast nicht belohnt worden. Erst in der letzten Minute schob Lars Saller den Ball zum vielumjubelten Siegtreffer in den Gästekasten.

In der ersten Halbzeit bot sich den Zuschauern eine Art "Rasenschach", weder Poppenreuth noch Wiesau riskierten etwas. Die einzige Riesenchance vergab Lauton, der in der 35. Minute frei vor SVP-Torwart Sourek scheiterte. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, wobei die Heimelf die besseren Möglichkeiten hatte.

Nach dem Seitenwechsel sah man eine Heimelf, die Charakter zeigte und eindrucksvoll unterstrich, dass sie unbedingt in der Bezirksliga bleiben will. Die SpVgg brachte den Spitzenreiter ein ums andere Mal in Verlegenheit. In der 63. Minute war es so weit: Bartl überwand den Gästetorwart zum 1:0. Danach vergab Wiesau mehrere hochkarätige Chancen zur Entscheidung - und wurde bestraft. Nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr nutzte Poppenreuth eine seiner wenigen Möglichkeiten durch einen Kopfball von Peroutka zum Ausgleich. Aber die SpVgg steckte den Rückschlag weg und wurde in der Schlussminute für ihre an diesem Tag starke Leistung doch noch belohnt. Wölfel setzte sich am Flügel durch, passte nach innen und Saller musste den Ball nur noch ins leere Poppenreuther Gehäuse schieben.

Der Spitzenreiter kann die Niederlage verschmerzen, der Vorsprung beträgt weiterhin sechs Zähler. Für die SpVgg gilt es, auch in den letzten beiden Spielen die Bezirksliga-Tauglichkeit unter Beweis zu stellen.
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