Kampf gegen Armut ist noch aktuell - Diözesanpräses Stefan Wissel als Festredner bei der ...
Kolping als großes Vorbild

Neustadt/WN. (arw) Eindrucksvoll gedachte die Kolpingsfamilie in der Stadtpfarrkirche St. Georg anlässlich des Kolpingtages und besonders des 150. Todestages ihres Gesellenvaters Adolf Kolping. Ein Festakt im Pfarrheim schloss sich an.

Zwei Jahre Vorbereitungszeit benötigte Vorsitzender Norbert Schmidberger, um den brillanten Prediger und Festredner, Diözesanpräses Stefan Wissel aus Regensburg, zum Gedenktag in seinen Ortsverband zu bringen. Gerade heute gelte, dass das Kolpingwerk weiterleben müsse, erklärte Präses Wissel in seiner Predigt. Denn das Kolpingwerk kümmere sich um Menschen am Rande der Gesellschaft. Für den Frieden sei Gott in die Welt gekommen. Armut gebe es auch in Deutschland. Der Sozialverband sei angesichts der Not der Zeit geboren worden. Adolf Kolping ging es dabei um eine bessere Gesellschaft, erinnerte der Präses.

Einsatz für Demokratie

Im Pfarrheim St. Georg freute sich Schmidberger über den überwältigenden Besuch. "Unser Gründer und Namensgeber ist unser Vorbild", sagte er. Auch die Bürgermeister Rupert Troppmann und Heinrich Maier waren unter den Gästen, ebenso eine Reihe von Ehrenmitgliedern und Bezirksvorsitzender Hans Eiszrich. In seiner Festansprache stellte der Diözesanpräses die Demokratie in den Mittelpunkt. Weltweit gebe es nur noch 42 Staaten mit Demokratie. Selbst die Pressefreiheit werde in verschiedenen Ländern eingeschränkt. Der Präses verwies auf die Integration in Frankreich, deren Probleme totgeschwiegen würden. In bestimmten Ländern sei es schwierig geworden, seine Meinung zu sagen.

Der Diözesanpräses wandte sich auch gegen den verkaufsoffenen Sonntag, den das verändere die Kultur. Unsere Werte seien christlich und es gelte, die Wahrheit zu sagen. Das Gebet vereine die Menschen, betonte Wissel in seinen abschließenden Worten. Schmidberger dankte dem Diözesanpräses für seine mahnenden Worte und die von ihm aufgezeigten Fakten. Als Dank überreichte er dem Gast aus Regensburg einige Flaschen Zoigl.

Stadtpfarrer Josef Häring dankte für das Engagement der Kolpingsfamilie in der Pfarrei. Bürgermeister Rupert Troppmann erklärte, er selbst sei durch Kolping geprägt worden. Adolf Kolping sei ein Priester gewesen, der mitten im Leben stand. Die Armut sei zwar vor 150 Jahren noch größer gewesen, aber der Kolping-Gedanke sei auch in der heutigen Zeit wichtig. Präses Pater Marek forderte die Anwesenden auf, den Mut zu haben, wie Adolf Kolping damals die Wahrheit anzusprechen.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch eine Veeh-Harfengruppe der Musikschule Neustadt/WN. Geehrt wurden für 40 Jahre Zugehörigkeit: Peter Lang, Helmut Fukerieder, Erich Weiß und Hans Arnold. Für 25 Jahre: Christian Eiszrich, Stefan Troppmann, Herbert Pscheidt, Irmgard Oheim, Adelheid König, Karin Dippl, Thomas Betz, Annemarie Nachtmann und Michael Nachtmann. Neu aufgenommen in die Kolpingsfamilie wurden Sandra und Martin Schmidberger sowie die Familie Hösl mit vier Personen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dezember 2015 (2649)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.