Kampf gegen Einbrecher

Sechs Stunden lang filzte die Polizei auf dem Parkplatz Ulrichsberg Süd Autos und Lastwagen. Der große Schlag gegen die organisierte Einbruchskriminalität gelang aber nicht. Bild: dob

Eine Straßensperre der Polizei auf der A 6 bremste am Mittwochabend die Auto- und Lastkraftwagenfahrer auf der Fahrt in Richtung Tschechien aus. Der Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung des Einbruchdiebstahls.

Pleystein. (dob) Täglich donnern Hunderte Fahrzeuge über diese Magistrale in Richtung Osten. Bei einer Großkontrolle auf Höhe der Rastanlage Ulrichsberg Süd, kurz nach der Ausfahrt Pleystein, filzten am Mittwoch von 16 bis 22 Uhr rund 60 Beamte der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg Autos und Laster. Der eine oder andere bekam Nervenflattern, als er von den Beamten auf den stillgelegten Parkplatz hinausgewunken wurde. Ein Entrinnen war auf der komplett gesperrten Autobahn nicht möglich.

Täglich Einbrüche

"Unser Hauptaugenmerk lag auf der Bekämpfung der Eigentumskriminalität wie Wohnungseinbrüche oder Diebstähle", erklärte Stefan Hartl, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Diebstahlkriminalität beeinträchtige massiv das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Die Polizisten seien täglich mit Einbrüchen beschäftigt. Natürlich verschlossen die Beamten aber auch vor anderen Delikten die Augen nicht.

Richtig dicke Fische gingen der Polizei allerdings nicht ins Netz. Am laufenden Band stoppten die Beamten die Fahrzeuge und lotsten sie auf den Parkplatz, auf dem schon mehrere Kontrollmannschaften warteten. Insgesamt nahmen sie 509 Personen, 247 Autos und 56 Kleintransporter sowie einen Reisebus unter die Lupe. Manchmal dauerte es ganz schön lange, alle Gepäckstücke aus den Fahrzeugen zu hieven und sie zu inspizieren.

Gefängnis abgewendet

Zwei Algerier im Alter von 32 und 34 Jahren, die mit ihrem VW Golf unterwegs waren, konnten keine Dokumente vorlegen, die sie zur Einreise und zum Aufenthalt in Deutschland berechtigten. Arbeit kam in diesem Fall auf die Bundespolizei zu, denen die beiden Männer zur weiteren Sachbearbeitung übergeben wurden. Gegen einen 32-jährigen Rumänen lag ein Haftbefehl wegen Diebstahls vor. Gegen Zahlung einer Geldstrafe von 270 Euro wendete er die Freiheitsstrafe ab. Ebenfalls wegen Diebstahls war ein Haftbefehl auf einen 26 Jahre alten Weißrussen ausgestellt. Auch er zahlte lieber 204 Euro, als dass er sich einsperren ließ.

Die Beamten schnappten auch einen 46-jährigen kasachischen Unternehmer, der ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Wegen Diebstahls und Betrugs waren ein 50-jähriger Bosnier und ein 42-jähriger Rumäne zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Nachdem die Polizei die Wohnadresse ermittelt hatte, durften die Männer weiterfahren.

Fahnder mit dabei

Derartige gezielte Kontrollen seien ein Instrument im Kampf gegen die steigenden Deliktzahlen. Unterstützt wurden die Bereitschaftspolizisten auch von den Beamten der Polizeiinspektion Fahndung aus Waidhaus, die mit ihrem Leiter, Ersten Polizeihauptkommissar Siegfried Meckl, an der Großaktion beteiligt waren.
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