Kampf mit einem Punkt belohnt

Der SV Mitterteich erkämpfte sich am Samstag ein 1:1 gegen den FC Tegernheim. Hier stellt sich Markus Broschik Gästespieler Steffen Piesch in den Weg, im Hintergrund SVM-Torwart Fabian Scharnagl. Bild: Cyris

Dieser Punkt entsprang Schwerstarbeit und war keineswegs unverdient. Der SV Mitterteich musste auf dem ramponierten Rasenplatz beim 1:1 gegen den starken FC Tegernheim über sich hinauswachsen. Kampf war Trumpf, die Technik trat in den Hintergrund.

Mitterteich. (cy) Die Hausherren hatten sich zwar viel vorgenommen, taten sich aber nach vorne schwer. Hüben und drüben gaben die Abwehrreihen den Ton an, deshalb bekamen beide Torhüter nur wenig Arbeit. "Das waren 90 sehr intensive Minuten. Die schlechten Platzverhältnisse haben kein Kombinationsspiel zugelassen. Wir waren über die gesamte Distanz betrachtet dem Sieg näher als der Gegner, auch wenn unser Ausgleichstreffer erst spät gefallen ist. Aber wir haben mehr nach vorne gespielt und mehr Druck ausgeübt als Tegernheim. Eine Minute vor der Pause sind wir in einen Konter gelaufen", sagte der Mitterteicher Trainer Reinhold Schlecht. Sein Kollege Florian Schrepel meinte: "Das war das 16. oder 17. Mal, dass wir kurz vor Schluss den Ausgleich kassiert haben. Deswegen bin ich momentan etwas sprachlos. Ein individueller Fehler kurz vor dem Ende hat zum Gleichstand geführt, weil wir nur zugeschaut haben."

Eine halbe Stunde tat sich nichts vor beiden Gehäusen, die Aktionen spielten sich zwischen den Strafräumen ab. In der 36. Minute bekam FC-Spielertrainer Schrepel, er verstärkte in erster Linie seine Abwehr, gleich drei Gelegenheiten. Er hämmerte er einen Freistoß in die SVM-Mauer und seine beiden Nachschüsse prallten ebenfalls ab. Ein Konter, eingefädelt vom trickreichen Wazlawik, verhalf den Gästen kurz vor dem Pausenpfiff zur Führung. Piesch zog aus spitzem Winkel ab, der Ball klatschte an den Innenpfosten und von dort in die Maschen. Für Scharnagl gab es nichts zu halten. Auf der Gegenseite zielte Nedbaly in guter Position über die Latte.

180 Sekunden nach dem Wiederanpfiff eröffnete sich Nedbaly eine hundertprozentige Einschussmöglichkeit. Die Gäste leisteten sich eine Panne, der Ball landete bei Nedbaly, der frei auf Keeper Rothballer zulief, aber am FC-Schlussmann scheiterte. Im Mitterteicher Lage raufte man sich die Haare. "Im Angriff sind wir einfach viel zu harmlos", stellte Trainer Schlecht fest. Danach mussten die Stiftländer einige brenzlige Situationen überstehen. Zettl bremste Wazlawik im letzten Moment, der selbe FC-Akteur zielte danach volley über den Kasten von Scharnagl. Die Angriffsbemühungen der Platzherren brachten nichts ein, weil Tegernheim knallhart ausputzte.

Ausgleich durch Nedbaly

In der Schlussphase forderte Gästespieler Willmerdinger lautstark von seinen Teamkollegen: "Noch zehn Minuten beißen." Biss entwickelten plötzlich die Einheimischen. Sie rannten an und wurden doch noch belohnt. Ein Solo von Ryba war der Ausgangspunkt zum Ausgleich. Er flankte hoch in den Strafraum, Nedbaly rauschte heran und wuchtete den Ball mit dem Kopf, unhaltbar für Rothballer, unter die Latte.
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