Kampfansage an Käfer

Die Obmännerwahl brachte wenig Veränderungen. Vorne, von rechts: Helmut Prechtl, Axel Rast; dahinter Erich Melchner, Heinrich Prölß, Klaus Grünbauer, Ludwig Büttner mit FBG-Vorsitzendem Bernhard Irlbacher, Geschäftsführer Michael Bock und Försterin Andrea Sauer. Bild: bk

Es war mehr als ein frommer Wunsch von Försterin Andrea Sauer: "Wenn wir es wegen des Klimawandels schaffen, in den nächsten 100 Jahren 20 Prozent Laubholz zu erreichen, dann wäre das ein Erfolg." Doch dazu seien die Waldbesitzer gefordert.

Jeder müsse sich fragen: "Was habe ich für einen Standort, was fühlt sich da wohl?" Langfristig seien gesunde, stabile Mischwälder der beste Schutz gegen alle schädlichen Einwirkungen, erklärte die Revierleiterin in der Gebietsversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Neustadt-Süd im Gasthof Frieser.

Borkenkäfer wie "Buchdrucker" und "Kupferstecher" hätten in den Wäldern wegen der anhaltenden Sommerhitze Spuren hinterlassen. Deshalb appellierte Sauer an die rund 50 Mitglieder, Kontrollen ernstzunehmen und Holz im Winter konsequent aufzuarbeiten.

Keine Probleme hatte Vorsitzender Bernhard Irlbacher bei der Neuwahl der Obmänner und deren Stellvertreter für die nächsten fünf Jahre. Einstimmige Voten erhielten für Kohlberg Helmut Prechtl und Klaus Grünbauer, für Weiherhammer/Kaltenbrunn Wilhelm Stark und Ludwig Büttner, für Mantel Erich Melchner, für Etzenricht Axel Rast und Herbert Schätzler und für Neunkirchen/Trippach/Mallersricht Hans Kabus sowie Heinrich Prölß.

"Weil die nördliche Oberpfalz vom Sturm Niklas weitgehend verschont blieb, sind die Holzpreise nur moderat gefallen" berichtete FBG-Geschäftsführer Michael Bock. Der Rohstoff Holz sei weiterhin gefragt. Die Waldbesitzer hätten auch jetzt die Möglichkeit zum Verkauf.

"Schaut sowohl auf die eigene als auch auf die Sicherheit der anderen" bat Forstamtsfrau Sauer. Als Gefahrenbereich sei die doppelte Baumlänge unbedingt einzuhalten. Das freie Betretungsrecht des Waldes könne an Wegen durch sichtbare Sperren untersagt werden. Die gelten auch für Wanderer. Schilder gebe es leihweise bei der FBG. Entlang von öffentlichen Straßen sei eine verkehrsrechtliche Anordnung erforderlich. Mit einem Film dokumentierte Sauer die "Rettungskette Forst". "Wir haben vor, hierfür in nächster Zeit im Privatwald Treffpunktschilder aufzustellen.
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