Kaninchenzüchter ehren ihre Vereinsmeister
Goldenes Händchen für die Tiere

Qualität vor Quantität, mit dieser Devise fährt der Kaninchenzuchtverein seit Jahren sehr gut. Bestätigt hat das wieder die Bilanz der Bewertung bei der Lokalschau mit 110 Tieren am Wochenende. Zu Recht kann der kleine Verein stolz sein.

"Das Ergebnis kann sich überall sehen lassen", freute sich Vorsitzender Franz Müller mit den Züchtern, die wegen hoher Punktezahlen wieder für gute Qualität der Nachzuchten sorgen. Was nicht von ungefähr komme, "sie beherrschen mit Können und Wissen ihr Fach", was sich durch die Vielzahl von "V"-Tieren und "hv" bestätigt.

Fast Europameister

Einen weiteren Beweis dafür lieferten die Auerbacher Züchter auch mit dem guten Abschneiden auf der Gemeinschaftsschau Anfang November in Bayreuth. Die neunjährige Nachwuchszüchterin Marta Jaworek mit ihren Kaliforniern wurde mit 380,5 Punkten Rassemeisterin, ebenfalls mit ihren Russenschwarz-weiß.

Sie hat offensichtlich das goldene Händchen für die Kaninchenzucht von Opa Jan mit in die Wiege gelegt bekommen. Er verpasste in der vergangenen Woche mit der Rasse Kalifornier (380 Punkte) nur knapp den Titel "Europameister" bei der Europaschau im französischen Metz.

Ehrenpreis des Verbands

Erfolgreich verlief die Gemeinschaftsschau auch für Franz Müller mit dem Titel des Rassemeisters mit Kleinchinchilla (386,0 Punkte) und Helmut Bader. Er wurde mit Lohkaninchen schwarz (386,5 Punkten) gleich zwei Mal als Rassemeister ausgezeichnet, dazu konnte er zum Landesverbands- und Kreisverbandsehrenpreis noch eine Medaille entgegennehmen. Trotz der Erfolge mischt sich als Wermutstropfen die Sorge um den Fortbestand der züchterischen Arbeit. Allerdings, so Müller, sei der Rückgang der Tiere auch bei benachbarten Vereinen wie in Pegnitz oder Weidenberg zu beobachten. "Die alten Züchter sterben weg und Jungzüchter kommen kaum mehr nach." Jeder Ausfall von Züchtern verringere die Tierzahl bei der Lokalschau. Wenn nicht ein Opa seine Enkel dafür motivieren könne, finde dieses Hobby kaum noch Interesse.

Müller erinnerte an frühere Zeiten, da herrschte Hochbetrieb in der Jugendgruppe. "Die neuen Medien haben offensichtlich die Jugend im Griff, so dass sie keine Zeit mehr für Tiere findet."

Zufrieden zeigte er sich über die Mitarbeit beim Auf- und Abbau der Käfige in der Ausstellungshalle am Meiergraben und dankte an dieser Stelle auch dem benachbarten Geflügelzuchtverein für die Überlassung der Räume und die gute Zusammenarbeit.

Anerkennung gab es auch für Ausstellungsleiter und Jugendleiter Helmut Bader für sein vorbildliches Engagement. Dieser hob die Unterstützung durch den Vorsitzenden heraus.
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