Kapelle unter Volldampf

Viele langgediente Musikern der Knabenkapelle wurden nach dem ersten Teil des Konzerts geehrt. Unter anderem Urgestein Michael Lehner (Mitte).

Das Frühjahrskonzert der Knabenkapelle Auerbach füllte die Helmut-Ott-Halle restlos. Unter dem Motto "Vergnügungszug der Musik" nahm Dirigent Ludwig Riedhammer mit seinen Musikern das Publikum mit auf die Reise. Während er die Rolle des Lokführers übernahm, spielte Elmar Hamerla als Moderator den Zugbegleiter.

Zum Einzug der Knabenkapelle Auerbach erklang die Melodie von "Jim Knopf" aus der Augsburger Puppenkiste. Dann wünschte Schaffner Hamerla den Gästen eine unterhaltsame Fahrt.

Lokomotive in Bewegung

Geführt von Dirigent Riedhammer setzte sich das Orchester, sprich die Lokomotive, in Bewegung und mit ihr die zehn Waggons der Stücke, beginnend mit dem Blumenwalzer von Peter Tschaikowski mit Kira Lorenz und Eva Pesold an der Klarinette als Solistinnen.

Andrew Lloyd Webbers "Phantom der Oper" im Arrangement von Johan de Meij war der zweite Waggon. Und darauf erlebten die Passagiere die Ehrung der neuen Absolventen der D1-Prüflinge vom April (die SRZ berichtete). Als sinfonische Dichtung über eine Geistergeschichte seiner Heimat entstand "Das Waschweib" von Alexander Reuber. Die Harfenklänge von Nora Schlierhammer aus Kemnath und der Gesang von Larissa Trautner setzten dabei besondere musikalische Akzente.

Anerkennende Worte des stellvertretenden Bürgermeisters Herbert Lehner leiteten über zu Heinrich Schäfers "Die Post im Walde". Lucas Brendel spielte das Trompetensolo in diesem so beliebten wie bekannten Charakterstück. Es folgten "Erinnerungen an Zirkus Renz" von Gustav Peter. Aufhorchen ließ das Publikum das virtuose Xylophon-Solo von Marius Uber.

Im zweiten Teil des Konzerts ging es weiter mit Liedern von und über Udo Jürgens und Metallica, Charlie Chaplin sowie James Last. Waggon Nummer zehn war schließlich die Polka "Vergnügungszug" von Johann Strauß Sohn, Opus 281.

Lob an Gastmusiker

Die Vergnügungszüge der österreichischen Eisenbahngesellschaft des 19. Jahrhunderts mit ihren immer attraktiven Reisezielen wie etwa Wien und Paris hatte sich die Knabenkapelle Auerbach zum Motto gemacht.

Ein Lob an die Gastmusiker, die eigens für das Konzert engagiert an den Proben teilnahmen, und die Zugabe "Souvenir de Cirque Renz" rundeten das dreistündige Konzert ab.
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