"Kappl-Torte" für Pater Czinczoll

Als ganz besonderes Geburtstagsgeschenk hatten die Münchenreuther von der Waldsassener Konditorei Rosner eine "Kappl-Torte" anfertigen lassen. Bild: jr

Fest in "Münchenreuther Hand" war am Montagnachmittag das Fockenfelder Schloss: Viele Angehörige der Pfarrei St. Emmeram hatten sich eingefunden, um "ihrem" Pater Friedhelm Czinczoll zum 75. Geburtstag zu gratulieren. Besonderer Blickfang war eine Torte in Form der Kapplkirche.

Der Pater lud seine Gäste zunächst zu Kaffee und Kuchen ein, im Anschluss folgte ein Dank- und Festgottesdienst in der Hauskapelle, den der Jubilar gemeinsam mit sieben weiteren Geistlichen zelebrierte. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenchor der Pfarrei St. Emmeram unter der Leitung von Christine Sommer.

Mit Taschenlampe erwartet

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Klaus Leist aus St. Wendel (Saarland) an seine eigene Schulzeit in Fockenfeld. "Ich habe Sie in meiner fünfjährigen Schulzeit in Fockenfeld als Lehrer, Präfekt und Seminarleiter erleben dürfen und manchmal auch ertragen müssen", so Leist zu Pater Czinczoll. "Ich kann mich noch gut daran erinnern, als wir zu abendlicher Stunde ausgerückt und nach mitternächtlicher Stunde durch die Kellerfenster wieder eingestiegen sind. Da haben Sie uns schon mit der Taschenlampe erwartet."

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte Pfarrer Leist die Tätigkeit des Jubilars als Ordensmann und Priester. "Ein Priester kann sein Priestersein am Tag oder auch am Abend nicht einfach so ablegen. Er identifiziert sich 24 Stunden lang rund um die Uhr mit seinem Tun. Ein Priester hat ,Ja' zu Gott gesagt, seine Aufgabe ist eine Berufung." Pater Friedhelm erfülle diese Berufung täglich. "Er ist tief von seiner Wurzel her eng mit der Liebe zu Jesus Christus erfüllt und durchdrungen. Seit fast 42 Jahren leiste Pater Czinczoll in Fockenfeld seinen Dienst. Dazu kämen unzählige Aushilfen in den Pfarreien der Region sowie der Pfarrdienst in Münchenreuth und in der Kappl. Dies alles erfülle ihn mit Freude und bedeute Sinnerfüllung.

An den Gottesdienst schloss sich ein Festabend im Speisesaal des Hauses an, der von der Münchenreuther Bauernkapelle unter der Leitung von Peter Fuhrmann und vom Kirchenchor der Pfarrei St. Emmeram musikalisch umrahmt wurde. Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer gratulierte im Namen der Klosterstadt und wünschte weiter viel Gesundheit und Gottes Segen.

Verdienstmedaille

"Wir wollen heute Danke sagen, für Ihre Arbeit in der Pfarrei Münchenreuth, für die Sie seit 2007 verantwortlich sind", so Sommer. "Sie machen das mit großem persönlichen Einsatz, Sie sind ein Seelsorger für die Menschen. Münchenreuth haben Sie als ihre Pfarrei angenommen. Sie kümmern sich um die Menschen und um die Gebäude." Nicht zuletzt deshalb habe der Stadtrat einstimmig beschlossen, Pater Czinczoll die Verdienstmedaille der Stadt Waldsassen zu überreichen, sagte Sommer und verlieh die Auszeichnung.

"Konnersreuth und Fockenfeld sind eng miteinander verbunden. Sie haben Fockenfeld mitgeprägt und zu dem gemacht, was es heute darstellt", betonte Konnersreuths 2. Bürgermeister Reinhard Wurm und wünschte weiterhin alles Gute.

"Danke, dass Sie sich um uns kümmern, wie ein Hirte um seine Schafe", sagte der Münchenreuther Pfarrgemeinderatssprecher Robert Sommer und überreichte eine Kerze, eine Geldspende der Pfarrei, ein Buch über den Maler Maurus Fuchs sowie einen von Papst Franziskus unterzeichneten Papstsegen in einem Bilderrahmen. Die Glückwünsche der Münchenreuther Vereine überbrachte Bernhard Lux. Für Aufsehen sorgten die Münchenreuther noch mit einer eigens für den Anlass kreierten "Kappl-Torte", liebevoll angefertigt von der Waldsassener Konditorei Rosner. Die Glückwünsche der Fockenfelder Schüler überbrachte Sprecher Tobias Demel, für die Lehrer gratulierte Schulleiter Albert Bauer.

In seinen Schlussworten dankte Pater Friedhelm Czinczoll für die Glückwünsche. Humorvoll bemerkte der Geistliche: "Ich hoffe, dass meine Worte immer genießbar sind, sowohl bei meinen Schülern als auch in der Pfarrei in Münchenreuth."
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