Kaputt und klamm im Schlamm

Durch Schlamm und Wasser ging es am Weiher unterhalb vom Sand.

Übers Wasser, durch den Schlamm und dann in klammen Klamotten laufen was das Zeug hält. Der "Hammerrun" war für 150 Teilnehmer eine echte Herausforderung.

Die recht saftigen Startgebühren von 20 Euro (Funrun) bis 50 Euro für den Hauptlauf und Temperaturen unter 10 Grad beim Start schreckten 150 Teilnehmer, darunter etliche Auerbacher, viele Amerikaner und auch einige Frauen nicht ab. Sie nahmen die extrem anspruchsvollen 14 Kilometer und die mäßigeren 5 Kilometer beim "Hammerrun" mit dem Motto "Time to Climb" in Auerbach in Angriff. Dafür gab es für jeden Teilnehmer eine Medaille und ein Hammerrun-T-Shirt.

Verrückte Hindernisse

Zunächst galt es jedoch, auf der Laufstrecke und bei verrückten Hindernissen, "die Kräfte, das Durchhaltevermögen und echten Mut zu testen", wie es in der Ausschreibung hieß. Unter anderem kamen die Sportler aus Auerbach selbst (12), aus Dresden (5), aus Kaltenbrunn (12), aus Vilseck (14), aus Nürnberg (4), aus Sulzbach-Rosenberg (3), aus Fürth (3), aus Amberg (3), aus Kümmersbruck (3) und weiteren 39 Städten. Die weiteste Anfahrt hatten ein Frankfurter, ein Wiesbadener und ein Heilbronner.

Unter die 86 deutschen Teilnehmer mischten sich 60 Amerikaner und sogar ein Kanadier. Der frühe Beginn und die recht niedrigen Temperaturen waren vielleicht schuld daran, dass nur spärlich Zuschauer beim Challenge-Run am frühen Vormittag an der Strecke waren. Nach dem Startschuss durch 1. Bürgermeister Joachim Neuß gab es gleich nach wenigen Metern die 1. Hürde zu nehmen, die Sportler mussten Fässer und Surfbretter, die auf dem Wasser verankert waren, überwinden.

Nasse Klamotten

Nur wenige Wettkämpfer schafften das und sprangen gleich ins Wasser. Mit den nassen Klamotten ging es dann zu einer Schlammstrecke unter einem Netz hindurch im Badweiher. Nach dem Klettern über eine dachförmige Holzwand auf dem Spielplatz unterhalb von Sand schlauchte das Schlammbad im Weiher unterhalb der Ortschaft. Es gehörte schon viel Enthusiasmus dazu, völlig verdreckt weiterzumachen, es war ja erst ein kleiner Teil der 14-Kilometerstrecke absolviert. Die Hindernisse an der "Hohen Tanne" waren ein Überraschungshaus, ein Balancieren auf einem Baumstamm, das Überwinden einer Holztischgruppe und ein senkrechtes Kletternetz. Hier ging's wieder zurück.

Für die Challenge-Teilnehmer ging es durch den Bürgerwald bis zum Rabenfels. An Hindernissen waren noch aufgebaut: Leitern an Felsen, Tragen von Sandsäcken, das Hämmern für "Heimwerker" und etliches mehr. Eine besondere Herausforderung waren die letzten Übungen im Freibad "Schwimm-sa-la-bim", das Wenden von 100 Kilogramm schweren Lkw-Reifen und das Hinaufklettern der Wasserrutsche. Für die Frauen waren die Reifen etwas leichter. Insgesamt waren beim Hauptlauf 175 Höhenmeter und 15 Hindernisse zu überwinden.

Wesentlich entschärft war der Funrun am Nachmittag mit acht Hindernissen und 75 Höhenmetern, auch die Temperaturen waren nun erträglich und viele Zuschauer, meist Freunde und Familienangehörige, säumten die Strecke. Erstaunlich waren die Zeiten der Frauen, mit denen sie sich auch im Männerfeld weit vorne platziert hätten. Nun konnten die Teilnehmer auch die herrliche Landschaft etwas genießen, mit der der Veranstalter, die Abenteuerwerkstatt Betzenstein, geworben hatte.

Übrigens schwärmten viele Sportler nach dem Challengerun über die tolle Strecke ab der "Hohen Tanne". Dies äußerten sie auch gegenüber Bürgermeister Joachim Neuß, der fast den ganzen Tag vor Ort war. Die Stadt hatte im Zuge des 700-jährigen Jubiläums die Veranstaltung kräftig unterstützt. Wie sich nach dem erstmals in Auerbach ausgetragenen Events herausstellte, zu Recht.

Perfekte Betreuung

Bei der Siegerehrung bedankten sich die Veranstalter mit Nate Whelan und Christof Mahler an der Spitze vor allem bei der Stadt für die Unterstützung, beim Roten Kreuz für die Betreuung und den zahlreichen Helfern der Vereine entlang der Strecke. Für die Verpflegung der Teilnehmer und Zuschauer sorgte einmal mehr die Badbaugesellschaft perfekt, geübt durch viele Veranstaltungen.
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