Karl Hammer übergibt die Leitung an Christian Farchmin - Abschusszahlen beleuchtet
Hegegemeinschaft verjüngt sich

Ein Generationswechsel vollzog sich bei der Hegegemeinschaft Wernberg, nachdem Karl Hammer (links) und Albert Biller (rechts) nicht mehr antraten. Neuer Leiter ist Christian Farchmin (Zweiter von links), neuer Stellvertreter Erwin Schlagenhaufer (Zweiter von rechts). Bild: wta
Wernberg-Köblitz. (wta) Einen Generationenwechsel vollzog die Hegegemeinschaft Wernberg. Der langjährige Hegegemeinschaftsleiter Karl Hammer übergab nach 20 Jahren sein Amt an Christian Farchmin.

In seinem Rückblick für die Jahre 2010 bis 2015 berichtete Hegegemeinschaftsleiter Karl Hammer, dass es insgesamt 60 Hegegemeinschaftsveranstaltungen gegeben habe. Die Anzahl der teilnehmenden Mitglieder habe sich bedauerlicherweise verringert. Es gab eine Hegeschau der Kreisgruppe im Schützenheim. Mehrfach wurde am Schießstand am Kulm auf den "laufenden Keiler" geschossen. Hammer bemängelte die dürftige Resonanz. Am Kleinkaliber-Kreisschießen nahm die Hegegemeinschaft Wernberg jedes Jahr mit einer Mannschaft teil.

Zu den Abschusszahlen bemerkte Hammer, dass sie für 2007 bis 2010 mit 98,3 Prozent erfüllt sowie für 2010 bis 2013 mit 96 Prozent erfüllt worden seien. Da die Abschussforderung in den letzten Perioden gleich geblieben sei, könne man schlussfolgern, dass sich der Wildbestand nun auf einem "angepassten" Niveau befindet.

Der Hegegemeinschaftsleiter zitierte Aussagen mancher Praktiker und Revierinhaber, wonach man - bedingt durch die seit 1986 meist nur gestiegenen Abschussforderungen - den geringsten Rehwildbestand seit Jahrzehnten habe. Aber auch die Verbissbelastung für den Wald sei zurück gegangen. "Sonst wäre die Abschussforderung aus dem Vegetationsgutachten höher," so Hammer. Er appellierte an einen haushälterischen, waidgerechten Umgang mit der Hauptwildart Reh, denn davon hänge auch der Wert der Jagdreviere ab: "Es liegt in der Verantwortung der Jagdpächter und der Jagdgenossen, diesen Naturschatz gewissenhaft zu hegen." Denn auch Wildtiere seien Bestandteil der Natur, nicht nur der Wald allein. Schon aus diesem Grund sollte nach der Maxime "Wald und Wild" gehandelt werden.

Bei den Neuwahlen wurde die Vorstandschaft verjüngt. Karl Hammer und sein Stellvertreter Alfred Biller wollten nach 25 Jahren das Ruder in jüngere Hände übergeben. Der Generationswechsel vollzieht sich nun mit Christian Farchmin und mit Erwin Schlagenhaufer als Stellvertreter. Über die Finanzen wacht weiterhin Michael Ellert.
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