Kastanienbäume neben dem katholischen Pfarrheim müssen gefällt werden
Es krankt oben und unten

Morsche Äste und Pilzbefall an den Wurzeln: Aus diesem Grund kommt das Aus für die Kastanien am ehemaligen Unteren Stadttor. Bild: rn
Die Tage der beiden Kastanien beim katholischen Pfarrheim sind gezählt: Der Maschinenring hat von der Stadt bereits den Auftrag zur Fällung erhalten. Grund dafür ist der schlechte Gesundheitszustand der Bäume und die damit verbundene Gefährdung von Fußgängern und Straßenverkehr.

Bürgermeister Peter Lehr verweist dazu auf ein Gutachten aus dem Jahr 2012, in dem bereits eine Fällung empfohlen werde. Seither seien nicht nur weitere Äste abgestorben. "Die Wurzeln weisen Pilzbefall auf", lautete die jüngste Erkenntnis bei Grabungsarbeiten für die innerstädtische Gasversorgung. Damit sei ein weiteres Hinauszögern des Fällens der Bäume nicht mehr vertretbar, erklärte Lehr.

Das Ortsbild prägend

Der Bereich neben dem ehemaligen Unteren Stadttor verliert damit ein ortsbildprägendes Element. Für Generationen von Passanten und Kirchgängern gehörten die beiden Bäume - ebenso wie die bereits vor Jahrzehnten gefällten Kastanien vor dem Altstadt-Café - zum Stadtbild.

Den Mädchen und Buben der Volksschule - das heutige Pfarrheim war bis 1952 städtisches Schulgebäude - dienten die Bäume während der Unterrichtspausen übrigens für eine Art Mutprobe: Nach einem Sprung von der Mauer wurde der Stamm umgriffen - und ab ging's in die Tiefe.
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