Kater "Peter" schnurrt dazu

"So haben wir das ja noch gar nicht gesehen ..." Die Kinder lernten allerhand über Getreide.

Wie viele Eier legt ein Huhn täglich? Zwei oder gar 30? Nur ein Dreikäsehoch wusste die Antwort beim Kindertag des Bayerischen Bauernverbandes. Die Landfrauen eröffneten den Aktions- und Informationstag auf dem Hof der Familie Ziegler mit 70 Grundschülern.

Gockel Daniel krähte vor Aufregung unentwegt, als sich eine staunende Kindergruppe dem Hühnerstall näherte. So etwas hatten die meisten Buben und Mädchen aus den Klassen eins bis drei der Markus-Gottwalt-Grundschule aus Eschenbach noch nicht erlebt. Gackerndes Federvieh lief wild durcheinander, Kater "Peter" schmiegte sich an ein Schulmädchen, als gehörte er schon längst zur Familie, Wachtel-Küken piepsten im Schein der roten Wärmelampe um die Wette. Ehrfürchtig streichelte die Kinder das weiche Fell des Pferdefohlens. Ein Kälbchen schleckte vorsichtig das Händchen von Erstklässlerin Carina. Mit ihr waren 70 Buben und Mädchen zu Besuch auf dem Bauernhof der Familie Antje und Stefan Ziegler.

Hautnah dabei

Die Lämmershofer nahe der Bezirksgrenze zu Oberfranken gehörten zu den landwirtschaftlichen Musterbetrieben, die sich am Kindertag des BBV beteiligten. Zirka 50 000 Kinder werden in Bayern dazu erwartet, klärte Kreisbäuerin Christa Kick auf. Sie alle sollen hautnah erleben, dass ihr Pausenbrot oder ihr Mittagessen nicht im Supermarkt wächst, sagte die Landfrau zur Eröffnung im Rund des Vierseit-Hofes. Wenn Kartoffeln, Gemüse, Fleisch und Wurst auf den Teller kommen, dann ist es der Bauernhof, der diese Lebensmittel produziert und liefert. Die Erzeugnisse anschaulich zu vermitteln, das machten sich bei der Eröffnung des Kindertags auf BBV-Kreisebene die Gastgeber zur Aufgabe.

Begleitet von den Klassenlehrerinnen Ulrike Kneidl, Gerlinde Roschlau, Angelika Heser und Christine Schreml und beobachtet von Christina Wilhelm vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erlebten die Buben und Mädchen einen tollen Schultag. "Viel schöner als sonst", wie ein Drittklässler begeistert bemerkte. Kein Wunder. Denn das Kinderparadies bei den Zieglers war für die Schüler vollkommen.

Hühner, Pferde, Rinder, Schweine und Wachteln, Katzen und Enten. Mit großen Augen und offenen Mündern lauschten die Kleinen den Ausführungen von Stefan Ziegler, der genauestens über die Tierwelt Bescheid wusste und auch den Nutzen für die Menschen erklärte. Ehefrau Antje gab derweil Auskunft über die verschiedenen Getreidesorten, zeigte Proben und erläuterte den Weg von der Saat bis zur Ernte, vom Bauernhof bis zum Bäcker. So durften die Kinder fühlen und erahnen, wie aus einem Getreidekorn eine Semmel wird.

Im Geiste Philipp Lahms

Freudig beobachtete auch BBV-Geschäftsführer Hans Winter das geschäftige Treiben und das Staunen der kleinen Besucher. "Bewusstsein schaffen ist das Ziel der Aktion, denn nur, wer die Zusammenhänge kennt, fragt auch nach der Qualität der Lebensmittel und entwickelt einen Sinn für gute Ernährung", betonte Winter.

Allein bei Worten und Anschauungsunterricht blieb es nicht. Landfrauen und Gastgeber hatten ein köstliches "Kinderbuffet" aus bäuerlicher Produktion vorbereitet. Frische Butter aus dem Fass, Brot mit Schnittlauch, Buttermilch, Käse und Joghurt. Als besonderer Leckerbissen servierte die Bauernfamilie Wachteleier. Indirekt war auch Philipp Lahm dabei. Die Fußball-Ikone des FC Bayern ist Schirmherr der Aktion.
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