Katholischer Frauenbund: Entschlacken durch Heilfasten mit Gemüsebrühe und Tee
Entbehrungsreiche Zeit

Von schlechter Laune keine Spur: Die zwölf Teilnehmerinnen am Heilfasten des Katholischen Frauenbundes zeigten sich trotz reduzierter Kalorienzufuhr in bester Stimmung - nicht zuletzt, weil sie in den Tagen des Darbens auf einen ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt achteten. Bild: edo
Erst wer verzichtet, lernt wieder zu schätzen: Unter diesem Motto lieferten zwölf Mitglieder des Katholischen Frauenbunds ihren Beitrag zur Fastenzeit. Das Heilfasten nach der heiligen Hildegard von Bingen hat nach Aussagen der Teilnehmerinnen spürbare positive Auswirkungen auf Körper und Geist.

Nach einer zweitägigen Vorbereitung mit leicht verdaulicher Kost bestand in der Hauptphase des Fastens die tägliche Nahrung lediglich aus einer mit Gewürzen verfeinerten Gemüsebrühe. In das von Gisela Ruder zubereitete Hauptgericht kamen Wurzelgemüse wie Karotte, Sellerie, Petersilienwurzel und Rote Bete sowie verdauungsfördernde Spezereien - also Gewürzwaren - wie Galgant, Quendel und Bertram. Abgerundet wurde die Suppe durch nahrhaften Dinkelgrieß.

Um die entbehrungsreiche Zeit leichter zu meistern, trafen sich die Frauen jeden Nachmittag zum gemeinsamen Mahl. Ein wichtiger Bestandteil der Kur war die Flüssigkeitsaufnahme: Drei bis fünf Liter Heilfastentee pro Person standen auf dem täglichen Ernährungsplan. Dies helfe dem Körper, zu entschlacken, erläuterte Sabine Schönmann. Giftstoffe werden ausgeschwemmt und gleichzeitig die Mineralstoffvorräte wieder aufgefüllt.

Nach fünf Tagen des Darbens war Fastenbrechen angesagt: Der Bratapfel - hierzu wurde die mürbe Sorte Boskop gewählt und mit Honig Mandeln und Zimt verfeinert - kam einem Festmahl gleich. Um den Körper schrittweise wieder an feste Nahrung zu gewöhnen, aßen die Frauen in den darauffolgenden Tagen Habermus, das ist geschroteter Dinkel mit Honig, geriebenem Apfel, Zimt, Zitronensaft und gekochtem Gemüse. Auf Fleisch wird noch einige Tage länger verzichtet.
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