Katja Ulbrich verteidigt DM-Titel bei Inlineskate-Marathon - Lehrerin in Weiden
Auf Rollen deutsche Spitze

Katja Ulbrich (Mitte), die am Elly-Heuss-Gymnasium in Weiden Mathe und Sport unterrichtet, ist erneut deutsche Inlineskate-Meisterin. Sie siegte vor der Kölnerin Claudia Maria Henneken (links) und Olympiasiegerin Claudia Pechstein (rechts). Bild: Dammrath
Weiden/Bayreuth. (eg) Die Liste der Erfolge ist lang. Siege und Stockerlplätze bei nationalen und internationalen Wettbewerben und Meisterschaften - sicher schon im dreistelligen Bereich - hat Katja Ulbrich eingefahren. Am Wochenende kam für die 27-Jährige Bayreutherin ein weiterer Titel hinzu. Die Inlineskaterin siegte bei den deutschen Marathon-Meisterschaften in Duisburg.

Viel Konkurrenz

"Ich wollte meinen Titel verteidigen", sagt die Lehrerin für Mathematik und Sport am Elly-Heuss-Gymnasium in Weiden. "Da ich wusste, dass die Konkurrenz groß ist, habe ich viel trainiert." Fünf Mal die Woche, soweit es der Beruf zulässt, war und ist die für den TS Bayreuth startende Athletin auf der Bahn in ihrer Heimatstadt anzutreffen. "Eigentlich bin ich ja Langstrecklerin, aber ich habe viele Sprinteinheiten absolviert, da es oft auf der Zielgeraden darauf ankommt." Und in Duisburg beim Rhein-Ruhr-Marathon war es so.

Aber zunächst begann das Rennen, bei dem alle Altersklassen zusammen starteten, verhalten. Bei Kilometer zehn attackierte Katja Ulbrich das erste Mal. "Ich wurde aber wieder eingeholt", erzählt sie. Bei Kilometer zwanzig - an einem Anstieg über eine Brücke - klappte der Ausreißversuch. Mit der Kölnerin Claudia Maria Henneken setzte sich Ulbrich vom restlichen Feld ab, in dem auch Olympiasiegerin Claudia Pechstein um den Sieg kämpfte. Die Eisschnellläuferin nahm mit zwei Mitstreiterinnen die Verfolgung auf, doch das führende Duo hielt das Tempo hoch und baute den Vorsprung sogar noch aus. Auf der Zielgerade erwies sich die Bayreutherin als die bessere Sprinterin und gewann in 1:18:58 Stunden.

Pechstein kam mit 32 Sekunden Rückstand als Dritte an. "Sie hat mir gratuliert und ich habe mich mit ihr gut unterhalten", sagt Ulbrich, die sich natürlich über ihre Titelverteidigung als Deutsche Meisterin riesig freut. Jetzt hofft sie auf eine Einladung zu den Europameisterschaften Ende Juli im österreichischen Wörgl. "Die Chancen stehen nicht schlecht", ist die 27-Jährige sicher, die dem Nationalkader angehört.

Schon bei EM und WM

Erfahrung auf internationaler Ebene hat sie genügend gesammelt. 2013 belegte sie bei der EM den vierten Platz, bei der WM fuhr sie als 14. über die Ziellinie. Viel Training steht also für die Lehrerin in den nächsten Wochen an und es bleibt kaum Zeit für etwas anderes in der Freizeit. Aber für Ulbrich kein Problem: "Entweder ist mache etwas gescheit, oder gar nicht."
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