Kaum neue Ministranten

Themen, die auf den Nägeln brennen, und die künftige Vorgehensweise diskutierten beim ersten Dekanatsforum rund 50 Seelsorger, pastorale Mitarbeiter und Laienvertreter aus 17 Gemeinden unter Leitung von Dekan Johannes Lukas (vorne links neben PGR-Sprecherin Martina Messer). Bild: bk

Das Problem der kirchlichen Jugendarbeit zog sich wie ein roter Faden durch das erste Dekanatsforum. Sorge bereitet vielfach der fehlende Ministrantennachwuchs. Über junge Familien Zugang finden, lautet nun die Devise.

Beim regen Austausch der Seelsorger, pastoralen Mitarbeiter und Pfarrgemeinderats-Sprecher im Pfarrheim St. Martin traten die Unterschiede zwischen Stadt und Land, wie es Dekan Johannes Lukas formulierte, hervor.

Treff für junge Familien

Nach zweistündiger Aussprache gab es konkrete Vorschläge: Regionaldekan Gerhard Pausch plädierte für die Übernahme des Modells aus dem Dekanat Neustadt. Der frühere Dekan Markus Schmid, jetzt Stadtpfarrer von Weiden, St. Josef, nannte den von ihm eingeführten Dekanatstreff gewinnbringend. Dekan Lukas wollte deshalb Nägel mit Köpfen machen. Übereinstimmung herrschte für den Start zum Thema "Junge Familien" am 4. März 2015 im Pfarrsaal St. Johann, Weiden. Caritas-Geschäftsführer Bernhard Uhl bot dazu fachliche Unterstützung an.

Einen weiteren Ansatz auf dem Weg zur Evangelisierung sah Pfarrer Pausch im Erwachsenen-Projekt "Wege erwachsenen Glaubens" (Vallendar). "Nicht in vielen Aktionen sich aufreiben, sondern Akzente setzen und ins Bewusstsein bringen, dass Glaube Zukunft hat" lautete Pauschs Dekret. Martina Messer, Sprecherin des gastgebenden Laiengremiums, hatte sich zuvor Ideen für den Wiederaufbau der Jugendarbeit gewünscht. Dekanats-Jugendbeauftragte Christina Ziegler teilte die Erfahrung der zweifachen Mutter, dass Jugendliche durch schulische Anforderungen stark ausgelastet seien.

An der inzwischen zu den Akten gelegten Jugendvesper in St. Felix hätten zuletzt nur noch 30- bis 40-Jährige teilgenommen. Den Stress in der 4. Klasse wegen des Übertritts führte der Luher Seelsorger Arnold Pirner als Grund ins Feld.

Mit "Musik and More" verbinde man in Rothenstadt Musik und Glauben, nannte Claudia Stöckl ein Beispiel für Jugendarbeit. "Das weltliche Programmangebot ist zu groß und ein Hindernis, etwas auf die Beine zu stellen" bedauerte der Sprecher von Herz Jesu, Manuel Häffner. "Und langsam gehen uns auch die Ministranten aus." In Kaltenbrunn seien bereits Erwachsene für diesen Dienst im Gespräch.

17 neue Minis

Erfreuliches berichtete Gemeindereferentin Waltraud Dobmann. In St. Elisabeth gebe es alle 14 Tage Gruppenstunden. Auch der Kindertreff in der 1. und 4. Klasse in Maria Waldrast laufe gut. Dort konnte man über Aktionen 17 neue Ministranten gewinnen. "Da wächst was zusammen." Prodekan Heribert Englhard stellte die Möglichkeit einer gemeinsamen Vorbereitungen der Erwachsenen auf das Taufsakrament in den Raum. Amtsbruder Pirner sprach sich dagegen für den Verbleib in der Pfarrei aus. "wegen der persönlichen Beziehung". "Feiern, wie zum Beispiel mit jungen Familien nach einer Taufe, werden dankbar angenommen", fügte Pirner hinzu.

Drängende Themen

In St. Konrad gibt es einen ähnlichen Ansatz, berichtete Helga Wallbraun. "Wir sollten uns auch mit brennenden Themen wie dem Flüchtlingsproblem beschäftigen", betonte Bildungsreferent Hans Bräuer. Er lud zum Infotag "Flüchtlinge vor unserer Tür. Wie können wir in unserer Pfarrei helfen?" am 22. November ins Diözesanzentrum nach Regensburg ein. Uhl wünschte sich wegen der Asylbewerber-Problematik einen Ansprechpartner in den Gemeinden. Ferner kündigte er einen Dekanats-Beauftragten für die Gemeinde-Caritas an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kaltenbrunn (1268)Oktober 2014 (9311)
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