Kein Firlefanz im Straßenbau

"Wir haben Pläne für einen förderfähigen Straßenausbau entworfen, der auf allen Firlefanz verzichtet", schickte Günther König voraus, als er das Vorhaben im Gemeinderat präsentierte.

Trausnitz. (bnr) Einen wichtigen Schritt in Richtung Dorferneuerung machte der Gemeinderat in seiner Sitzung. Einstimmig genehmigte er den Bauentwurf des planenden Ingenieurbüros König aus Weiden für die Teilabschnitte Burggasse und Friedrichstraße. Damit ebnete er den Weg für einen Baubeginn 2015.

Großteil zu verwenden

Bisher wurde durch Probebohrungen die Belastung des Straßenunterbaues mit Umweltgiften chemisch untersucht. Die Untersuchungen förderten eine Belastung des bestehenden Unterbaues mit Chloriden und den Schwermetallen Nickel, Cadmium und Quecksilber zutage. Deshalb sind eine gesonderte Behandlung des Aushubes und begleitende chemische Untersuchungen erforderlich. Die Planer sind jedoch zuversichtlich, dass der größte Teil wieder verwendet werden kann.

Der Bauentwurf sieht für die Friedrichstraße eine überfahrbare Straßenbreite von vier Meter vor. Nur in der Engstelle Schlagenhaufer verengt sich die Straßenbreite auf 3,50 Meter. Eine neue Stützmauer wird zum Anwesen Prechtl erforderlich. Die wirtschaftlichste Variante ist eine Winkelstützmauer aus Stahlbeton mit Außenverblendung.

Ein weiterer neuralgischer Punkt ist die bestehende Stützmauer aus Granit in der mittleren Kurve. Hier werden drei Reihen der Steine abgetragen. Dann erhält das Bauwerk einen Kopfbalken. Besonderes Augenmerk erfordert die Wasserführung in dem abschüssigen Gelände. Auch die Burggasse wird baulich aufgewertet, indem die Straßenführung verbreitert und damit für Busse befahrbar wird. Dies ist besonders für die Jugendherberge von Vorteil.

Beginn im Sommer

Nach ausführlicher Diskussion der einzelnen Abschnitte wurde der Bauentwurf einstimmig genehmigt. Für die Gemeinde steht eine Förderung der Maßnahme in Höhe von 422 000 Euro in Aussicht. Auch hierzu wurde ein Beschluss notwendig, der die erhöhte Förderung beantragt. Dieses Votum fiel ebenso einstimmig aus. Mit den Teilbereichen Burggasse und Friedrichstraße wird voraussichtlich zum Sommeranfang begonnen. Die Bauzeit ist auf fünf Monate veranschlagt.
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