Kein Futterneid oder Verteilungskampf

"Bei uns klappt alles wunderbar", tritt Hedwig Reger selbstbewusst dem NT-Bericht vom Dienstag über die Zustände bei der Weidener Tafel entgegen. Weder Streit, noch Futterneid oder Verteilungskampf sorgen in Vohenstrauß für Aufreger. "Wir pflegen fast ein freundschaftliches Verhältnis zu den Abholern." Genauso wenig gebe es Streit zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. 50 Prozent der Nutzer seien Asylbewerber, aber da nörgle niemand. Im Gegenteil: "Wir erfahren viel Dank." Sollte doch einmal eine leichte Unzufriedenheit zu spüren sein, werde diese sofort im Keim mit einem Gespräch erstickt.

In Weiden gebe es unter den Abholern eine ganz andere Konstellation, entgegnet Josef Gebhardt. Früher holten sich nur Einheimische und aus Russland stammende Leute von der Tafel Lebensmittel und jetzt stehen plötzlich Asylanten in der gleichen Reihe. Das könnten viele nicht verstehen. Zudem sagte er: "In der einen Woche gibt es viel Gemüse, in der anderen eben nicht." Man merke dann schon eine Form des Neids - der kriege mehr und der weniger, erzählte Gebhardt. Angst ums Essen bräuchte aber niemand haben, weil die Weidener Tafel gut von Spendern versorgt werde. (dob)
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