Kein Gedanke ans Derby

Johannes Kohl (links) und die weidener besiegten im Hinspiel Alemannia Haibach mit 2:0. Auch im Rückspiel müssen die drei Punkte her, um etwas entspannter ins Derby eine Woche später gegen den FC Amberg gehen zu können. Bild: A. Schwarzmeier

Vor der Kür kommt die Pflicht: Am kommenden Wochenende messen sich in der Bayernliga Nord die beiden Oberpfälzer Traditionsclubs SpVgg SV Weiden und der FC Amberg. Davor wollen sich die Weidener natürlich nicht blamieren.

Weiden. (lst) Auch wenn die Fußball-Fans der Region schon dem Derby gegen den FC Amberg entgegenfiebern, lässt dies Christian Stadler, Trainer des Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden, derzeit noch kalt. "Klar wäre es schön, wenn nächstes Wochenende der Erste gegen den Zweiten spielen würde. Aber davor müssen wir erst einmal unsere Hausaufgabe machen", sagt der Weidener Coach vor dem Auswärtsspiel am Samstag um 16 Uhr beim SV Alemannia Haibach.

"Die Alemannia legt bislang eine beachtliche Vorstellung hin. Ein harter Brocken, der da auf uns wartet", weiß Stadler. Dabei war die abgelaufene Saison für die Unterfranken kein Ruhmesblatt. Die Klasse wurde nur auf dem letzten Drücker gehalten, weshalb die Zielsetzung zu Beginn dieser Saison niedrig gehalten wurde. "Für uns geht es ganz klar nur um den Klassenerhalt", hatte Sportlicher Leiter Michael Farmbacher gesagt. Dennoch sind die Weidener gewarnt: "Die Alemannia steht sehr gut in der Abwehr und schaltet mit spielerischen Mitteln sehr schnell um. Zudem haben die SV-Spieler durch die bisherigen Ergebnisse enormes Selbstvertrauen getankt", charakterisiert der Weidener Coach den Gegner. "Eine Mannschaft mit enormem Potenzial und nicht mehr mit der aus der letzten Saison zu vergleichen."

Wie gut die Elf von Trainer Klaus Hildenbeutel spielen kann, zeigte sie zu Beginn dieser Saison, als sie lange Zeit unter den besten zehn Mannschaften der Bayernliga zu finden war. Erst seit dem 15. Spieltag zeigt die Formkurve der Alemannia nach unten, sie ist seit fünf Partien ohne Dreier. Damit verbunden ist der Absturz auf den zehnten Tabellenplatz. Zum Auftakt der Restrückrunde gab es beim Spitzenteam SpVgg Jahn Forchheim eine 1:2-Niederlage - ein Spiel, das jedoch lange Zeit auf des Messers Schneide stand.

Das war auch beim 3:2-Heimsieg der SpVgg SV Weiden gegen Ansbach der Fall. Nach einer starken ersten Hälfte hatten die Schwarz-Blauen in der zweiten den Faden verloren und retteten den Sieg gerade so über die Zeit. Für Stadler ein Spielverlauf, der aber zur "momentanen Phase völlig normal" gewesen sei. "Man kommt aus der Winterpause und weiß nicht genau, wo man steht. Das ging anderen Teams, unter anderem dem FC Amberg in Erlangen, genauso", so der Weidener Trainer, der den Lokalrivalen am Sonntag beobachtet hatte.

Stadler kann bei der Alemannia personell erneut aus dem Vollen schöpfen und hat mit Johannes Scherm eine weitere Alternative zur Verfügung. Der Außenverteidiger saß schon gegen Ansbach wieder auf der Bank. "Johannes hat diese Woche über wieder voll trainiert und ist fit", sagt Stadler. Fehlen wird lediglich der lange verletzte Andreas Koppmann, der sich aber nach seiner Verletzung auf dem Weg der Besserung befindet.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.