Kein "Königsmord"

Heidrun Schelzke-Deubzer, Katharina Hage und Stefan Zaus von den Grünen haben sich im Stadtrat eingelebt. Richtig verstanden von den Kollegen der anderen Fraktionen fühlen sie sich aber noch immer nicht.

Kemnath. (stg) Katharina Hage stellte in der Jahreshauptversammlung klar, dass man nicht gegen alles sei, nur weil man manchmal nachhake. Auch Heidrun Schelzke-Deubzer monierte, dass manche im Gremium es persönlich nähmen, wenn man etwas anderes wolle. Einstimmigkeit im Gremium, so die dritte Bürgermeisterin, sei nicht im Sinn der Sache: "Auch enge Ergebnisse sind gute Ergebnisse."

Die Qualität der Diskussionen im Stadtrat habe nach Ansicht von Stefan Zaus noch Spiel nach oben. "Das ist weder Königsmord noch Attacke auf die Burg", so Zaus zu Wortmeldungen der Grünen-Fraktion. Neue Gesichter und bewährte Kräfte finden sich im Vorstand wieder. Gleichberechtigte Ortssprecher bleiben Katharina Hage und Christine Schubert, ebenso führt Schriftführerin Martina Grötsch ihr Amt weiter. Neu aufgerückt sind als Medienbeauftragter Lothar Kaiser sowie als Beisitzer Stefan Zaus und Emanuel Merkl.

Bei den Neuwahlen war auch Grünen-Kreisvorsitzender Fabian Neuser dabei. Danach befassten sich die Anwesenden mit aktuellen Themen. Schubert sprach das Thema Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber an, die in Kemnath und Hahnenegaten untergebracht sind. Ihnen werde derzeit Deutschunterricht angeboten. Darüber hinaus stelle sich ihr die Frage, wie diesen Menschen geholfen werden könnte. In der Diskussion kam der Vorschlag auf, eine Arbeitsgruppe interessierter Bürger zu gründen, die mit den Flüchtlingen Kontakt aufnehmen soll, um weitere Schritte zu planen. Die Mitglieder kamen darüber überein, dass Themen wie der Radweg nach Oberndorf, die Zukunft des Jugendtreffs, der bauliche Zustand der Hohen Straße und die überfällige Absenkung von Gehsteigen im Stadtrat angesprochen werden sollten.

Schelzke-Deubzer kündigte für Samstag, 24. Januar, den Neujahrs-Brunch der "Grünen rund um den Kulm" an Gast werde der neugewählte Landesvorsitzende Eike Hallitzky sein.
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