"Kein normaler Sonntag"

Zur feier der Kirchweih zog ein Kirchenzug über den Marienplatz zur Pfarrkirche. Bild: rn

Bei Kaiserwetter feierte der Kirwa-Verein seine Kirchweih. Der junge Verein hatte Sonnenschein und Stadtkapelle bestellt. Der Festtag begann mit einem Gottesdienst.

Zum Kirchenzug über den Marienplatz reihten sich Bürgermeister Peter Lehr und Stadtverbandvorsitzender Dieter Kies in die bunte Kirchweihgemeinschaft ein. Sie nahm in der Pfarrkirche die ersten Plätze ein. Mit "Lobet den Herren ... und kommet zuhauf" eröffnete die Stadtkapelle den Gottesdienst. "Wenn die Stadtkapelle spielt, kann kein normaler Sonntag sein; da muss scheinbar was besonders los sein", verkündete Ruhestandspfarrer Helmut Süß. Im Kirchweihfest sah er eine lange Tradition. Er wusste jedoch von einer Zeit, in der das Kirchweihfest verboten war - "weil die Leut' auf Kosten der Arbeit von Ort zu Ort zogen und feierten". Am dritten Sonntag im Oktober sei dann die Allerweltskirchweih eingeführt worden. Irgendwann seien die Eschenbacher allerdings zurückgekehrt zur Zeit der Weihe ihrer Kirche.

Für den Geistlichen war es wichtig, dass die Pfarrkirche nicht nur im Kunstführer vermerkt ist, sondern sich "in ihr immer noch Gläubige versammeln". Die Frage, wovon sie am meisten lebt, beantwortete er mit der Aufforderung: "In Ihr wollen wir Christus Platz geben in unserem Herzen."

In der Predigt griff er das Motto des kürzlichen Kolping-Tages "Mut tut gut" auf und bescheinigte Mut auch den jungen Leuten vor sich. Zu den Klängen des "Ave-Glöckleins" der Stadtkapelle gaben sie den Besuchern des Gottesdienstes ein Beispiel: Gemeinsamer Empfang der Kommunion. Verschiedene Einspielungen der Kapelle glichen während des Gottesdienstes klangvollen Weckrufen. Zum Segen stimmten die Musiker um Thomas Murr "Großer Gott wir loben dich" an. Der Gottesdienst endete mit einem dankbaren Applaus der Gläubigen.

Die Stadtkapelle gab auch beim anschließenden Weißwurstfrühschoppen den Ton an. Das Zelt neben der Mariensäule füllte sich zusehends. Am Nachmittag fanden Kaffee und Kuchen regen Zuspruch.
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