Kein Platz für Bürgerinitiative

Kein Platz für einen Infokasten der "BI für ein lebenswertes Kohlberg". Diese sieben Elemente an der rückwärtigen Seite des Rathauses werden nicht erweitert. Bild: war

Die Schaukästen am Rathaus sind voll. Für die Informationen einer Bürgerinitiative ist nichts mehr frei. Die belegten Kästen werden von den Vereinen jedoch oft vernachlässigt.

Die Anfrage in der Marktratssitzung kam von der "Bürgerinitiative für ein lebenswertes Kohlberg". Vorsitzende Tanja Kunkel hatte einen Schaukasten am Rathaus beantragt, um Informationen und Termine der Initiative zu veröffentlichen. Bürgermeister Rudolf Götz wies darauf hin, dass die vorhandenen Kästen bereits vergeben sind. Vor deren Installation wurden sie von den Vereinen käuflich erworben. Aktuell sei auch kein zusätzlicher Platz vorhanden, und es werde auch nicht erweitert.

Götz schlug vor, sich mit den Vereinen abzustimmen und einen Teil der Fläche zu übernehmen. Es sei gängige Praxis, vier von sieben Schaukästen werden bereits von mehreren gemeinsam genutzt. Auch die beiden Infotafeln an der Weidener Straße konnten nicht freigegeben werden. Diese seien alleine für amtliche Zwecke oder allgemeine Veranstaltungsankündigungen gedacht. Hermann Prechtl (UPW) forderte die bereits über Flächen verfügenden elf Vereine auf, ihre Beiträge zu aktualisieren. "Viele pflegen und bestücken ihre Tafeln nicht."

Weiterhin gibt es für die Dorferneuerungsmaßnahme Fuchsberg nun ein konkretes Zeitfenster, nachdem der Wunschtermin für 2015 flach gefallen ist. "Im August wird die Stützmauersicherung durchgeführt, im Frühjahr 2016 startet der Bau der Treppenanlage", kündigte Bürgermeister Götz an. Fast abgeschlossen sei auch die Umstellung der Straßenbeleuchtungskörper auf LED-Technik. Die Straßensperrung auf der Verbindungsstraße zwischen dem Ortsteil Röthenbach und Dürnast dauere bis August. "In Sachen Breitbandausbau haben sich bislang einige Anbieter beworben", sagte Protokollführer Michael Klein. Sondierungen und Entscheidungen sollten in der Oktober-Sitzung folgen.

Bei dem Erwerb einer Ladestation für E-Bikes gab es Uneinigkeit. Laut Norbert Merkel seien die einfachen Steckdosen nicht für unterschiedliche Technik-Systeme von E-Bikes geeignet. "Schon in Bezug auf den kommenden Radweg halte ich die Investition für angebracht", hielt Götz entgegen. Die Entscheidung fiel mit 7:5 für eine 50-Prozent-Förderung der Kosten von 1125 Euro. Platziert wird die Station auf dem Marktplatz.

Zur Anfrage von Hilde Lindner-Hauser, das Trinkwasser in Röthenbach auf Schadstoffe zu untersuchen, sagte Götz: "Das Wasser wird bereits in Kohlberg geprüft. Eine weitere Überprüfung ist daher nicht notwendig." Den Wunsch der Bürgerin, keine Chemie für die Unkrautvernichtung zu spritzen, gab er weiter.
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